SP will im Schulbereich Spitze sein

Die Schulgemeinde spart an den Tagesstrukturen. Dies löste in der Mitgliederversammlung der SP-Ortspartei Unbehagen aus. Genauso wie ein mögliches Ja zum Harmos-Austritt.

Andrea Häusler
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Die Schule war zentrales Thema der SP-Mitgliederversammlung vom Montag – zunächst die lokale. «Wir haben eben das Budget 2017 gemacht», rapportierte Schulrat Marco Lüchinger: «Es wird gespart.» 150 000 Franken sollen die Minderausgaben total betragen. Dafür würden unter anderem die Tagesstrukturen geschröpft. Konkret heisst das: Der Tagessatz soll von 2,50 auf 3,00 erhöht werden. Lüchinger hofft, dass der Gemeinderat sich anders besinnen wird. «Denn irgendwo muss eine Gemeinde Spitze sein, Mittelmass ist nicht gesucht.»

Deutlich bekannte sich der SP-Schulrat zum Harmos-Konkordat, das seit 2009 die Harmonisierung des Unterrichts in 15 deutschsprachigen Kantonen sichert. Lüchinger befürchtet, dass mit einem Ja zum Ausstieg am 25. September das Kind mit dem Bade ausgeschüttet würde. Über zwei Fremdsprachen auf der Primarstufe oder den obligatorisch zweijährigen Kindergarten könne man geteilter Meinung sein. Dies dürfe aber kein Grund sein, das in der heutigen, mobilen Zeit wichtige System aufzukündigen und zu riskieren, dass im Kanton St. Gallen künftig der Bund die schulischen Leitplanken diktiere.

Kurz und umfassend ging der Präsident der Innerrhoder SP, Martin Pfister, auf die Konsequenzen eines Ja zum Bundesgesetz über den Nachrichtendienst ein. Er warnte vor dem Sammeln von Daten ohne Verdacht, einem Verlust der Freiheit, der Neutralität und einer Entwicklung zum Schnüffelstaat.

Ein Ja empfahl Kantonsrat Peter Hartmann zur AHVplus-Initiative. Weil Altersarmut vor allem ein Frauenproblem sei und es um Generationengerechtigkeit gehe. Personen, die 40 Jahre AHV einbezahlt hätten und jetzt als Grosseltern oder in der Freiwilligenarbeit die junge Generation entlasteten, verdienten ein faires Auskommen.