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SP-Wil-Präsident Daniel Schönenberger: «Wir brauchen mehr Schulraum und zwar jetzt»

Dass die Stadt ein Schulraumproblem hat, ist erwiesen. Doch ein Neubau im Lindenhofquartier wird blockiert. Um Zeit zu überbrücken, wäre nach Ansicht des Stadtrats der Pavillon Langacker die Lösung.
Christoph Heer
SP-Wil-Präsident Daniel Schönenberger (links) macht an der verspäteten Neujahrsbegrüssung auf das Problem Schulraum aufmerksam. Stadtrat Daniel Stutz wird daraufhin den 30 Anwesenden das Neuste aus dem Stadtrat berichten. (Bild: Christoph Heer)

SP-Wil-Präsident Daniel Schönenberger (links) macht an der verspäteten Neujahrsbegrüssung auf das Problem Schulraum aufmerksam. Stadtrat Daniel Stutz wird daraufhin den 30 Anwesenden das Neuste aus dem Stadtrat berichten. (Bild: Christoph Heer)

«Wir brauchen Schulraum, neuen Schulraum, und zwar jetzt. Im Lindenhof muss jetzt endlich etwas getan werden. Es ist Zeit, dass die Blockierung der Gegner aufhört.» Klare, geradlinige Worte von Parteipräsident Daniel Schönenberger eröffnen am Freitagabend die nachgeholte Neujahrsbegrüssung der SP Wil. Die besagten Gegner sind der Meinung, dass der Standort Lindenhof nicht geeignet sei, um einen Neubau zu erstellen. Er müsse zentraler und stadtnaher gelegen sein, so das Argument der Widersacher. Demzufolge befindet sich das Projekt stets auf Feld eins, obschon sich Stadtrat, Schulrat und insbesondere die Lehrpersonen, längst im Klaren sind, dass es so nicht weitergehen kann.

Die SP organisiert diesen Anlass genau dort, wo die Probleme am Grössten sind: in der eigentlich für provisorische Zwecke eingerichtete Schule Zeughaus 1. Die rund 30 Teilnehmer machen sich an Ort ein Bild der Situation und sehen die eigentlich untragbare Situation, welcher die Kinder und Lehrpersonen tagtäglich ausgesetzt sind.

Zu weit weg, zu klein und schlicht ungenügend

Schulleiterin Katharina Stoll zählt die schlimmsten Begebenheiten auf. «Die Schulzimmer hier sind nicht nach Vorschriften. Weder in der Raumhöhe noch in der Grösse. Auch das Klima hier drin ist sehr schlecht, der Eingangs- und Garderobenbereich ist zudem viel zu knapp und die sanitären Einrichtungen sind schlichtweg katastrophal.» Schlimm wird es auch, wenn für den Besuch der Bibliothek, das Turnen oder des Werkunterrichts die 450 Meter lange Distanz zum Standort Lindenhof absolviert werden muss. Da geht wertvolle Unterrichtszeit verloren.

SP-Schulrätin Miriam Schildknecht ergänzt, dass das Wachstum, was die Schülerzahlen anbelangt, in diesem Quartier enorm hoch ist. «Laut einer Analyse wächst das Lindenhofquartier am stärksten. So rechnen wir hier in den kommenden zehn Jahren mit elf neuen Klassen.» Im Vergleich dazu wird beim Schulstandort Matt mit drei Klassen mehr gerechnet und in der Primarschule in Bronschhofen wird es gar unverändert bleiben. «Durchschnittlich wird es bis 2030 eine Vergrösserung um bis zu zwei Klassen pro Schulstandort geben.»

Der Schulpavillon als Rettung?

Eine weitere Schwierigkeit betrifft die Herkunft der Familien. Die Quartierschule Lindenhof wird aktuell von 440 Schülern besucht (Kindergarten und Primarschule). 80 Prozent davon haben Deutsch nicht als Erstsprache, was die Notwendigkeit für mehr Schulraum gar noch erhöht. Denn die individuelle Vermittlung von Deutsch kann nur in geeigneten Schulzimmern funktionieren. Wil wird wohl nicht an der Errichtung des Pavillons Langacker vorbei kommen, denn die Zeit drängt. Dieses Provisorium wäre im März 2020 bezugsbereit und hätte eine Kostenfolge in der Höhe von rund fünfeinhalb Millionen Franken (inklusive Umgebungsarbeiten). Stadtrat Daniel Stutz weist darauf hin, dass die reine Bauzeit lediglich vier Monate dauern wird.

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