SP thematisiert Verkehr

Am vergangenen Samstag trafen sich die Mitglieder der SP Ganterschwil zu ihrer 12. Hauptversammlung.

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Ganterschwil. Wegen der vorläufigen Zugehörigkeit der SP-Mitglieder aus der Gemeinde Neckertal zur SP Ganterschwil trafen sich die Genossinnen und Genossen im «Rössli» Mogelsberg. Zu Beginn berichtete die Ganterschwilerin Myrtha Gut über ihren «unruhigen Ruhestand». Sie erzählte von ihren Caritas-Einsätzen in Bergbauern-Haushalten, einem Frauenprojekt in Mali sowie ihrer Arbeit für abgewiesene Asylbewerber im Rahmen des Solidaritätsnetzes Ostschweiz. Ihr Fazit: «Der Ruhestand kann warten!»

Kandidaten für Kantonsrat

In seinem Bericht liess der Präsident Bruno Facci Gefreutes und Ärgerliches Revue passieren. So erwähnte er, dass die SP Ganterschwil für die Kantonsratswahlen 2012 mit einer Kandidatin und einem Kandidaten aufwarten kann. Freude bereitet ihm auch, dass die SP Ganterschwil bereits vor der AKW-Katastrophe in Japan Vorbereitungen für die Veranstaltung «Strom ohne Atom» getroffen hat. Für die anderen Ortsparteien scheint dieses Thema nach wie vor nicht aktuell. Die Veranstaltung findet am 29. April statt. Unerfreulich sei, dass die SP in Ganterschwil nach wie vor weder im Gemeinde- noch im Schulrat vertreten ist. Anlass zu Sorge gebe der Vormarsch der SVP und der damit verbundene «rigide Sparkurs» der Bürgerlichen, der dazu führe, dass die Mehrheit der Bürger, insbesondere Familien mit Kindern, immer weniger Geld zur Verfügung hätten, derweil wenige Reiche immer reicher würden. Am 15. Juni findet ein Anlass zum Thema «Reichtum ohne Leistung» statt. Ferner die traditionelle Aktion am Flüchtlingstag, der Herbstanlass der SP Toggenburg und schliesslich die Nominationsversammlung für die Kantonsratswahlen.

SP verlangt Messungen

Zur Reden gab die Krediterteilung für die Sanierung der Trefferanzeige beim Schiessstand. Noch immer reiben sich SP-Mitglieder die Augen darüber, wie der sonst so sparbeflissene Gemeinderat aufgrund eines oberflächlichen Gutachtens und fast nur mit der Feststellung, dass künftig «mit unangenehmen Scheiben-Ausfällen gerechnet werden muss», der Bürgerschaft fast 100 000 Franken entlocken vermochte. Eine gleichartige Kulanz erwartet die SP nächstens im Zusammenhang mit dem Thema «Verkehrsberuhigungen/Tempo-30-Zonen». Da in Anbetracht des Verkehrs auf den Ein- und Ausfahrtsstrassen und der Oberdorfstrasse heute «mit unangenehmen Zwischenfällen zu rechnen ist», beauftragte die Versammlung den Vorstand, beim Gemeinderat vorstellig zu werden und die für Verkehrsberuhigungen notwendigen Messungen zu verlangen. Somit werde sich zeigen, ob der Rat für die nichtmotorisierten Verkehrsteilnehmer und die Anwohner dieser Strassen das gleiche Verständnis aufzubringen vermag wie für die Militärschützen. (bw.)