SP geht für die Mitsprache auf die Strasse

Kilian Meyer tritt als Präsident der SP Wil zurück. Rino Scherrer stellt sich als sein Nachfolger zur Verfügung. Die Wahl findet an der SP-Hauptversammlung vom 21. April statt. Herr Scherrer, welches ist Ihre Motivation, das Präsidium der Wiler SP-Ortspartei zu übernehmen?

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Rino Scherrer Designierter SP-Wil-Präsident (Bild: pd)

Rino Scherrer Designierter SP-Wil-Präsident (Bild: pd)

Kilian Meyer tritt als Präsident der SP Wil zurück. Rino Scherrer stellt sich als sein Nachfolger zur Verfügung. Die Wahl findet an der SP-Hauptversammlung vom 21. April statt.

Herr Scherrer, welches ist Ihre Motivation, das Präsidium der Wiler SP-Ortspartei zu übernehmen?

In den nächsten Jahren stehen wichtige Wahlen und Abstimmungen an. Insbesondere die Parlaments- und Stadtratswahlen für die Legislatur 2017–2021. Diese brauchen die uneingeschränkte Unterstützung einer starken Ortspartei. Präsident Kilian Meyer tritt aus dem Vorstand zurück und kann sich somit ganz seiner politischen Arbeit im Parlament widmen. Dass ich als Vize-Präsident angefragt wurde, erfüllt mich mit Stolz. Ich freue mich auf die Arbeit als Präsident. Im Wissen auch, eine junge und engagierte Partei hinter mir zu haben.

Wie möchten Sie die SP positionieren und was möchten Sie erreichen?

Die SP Wil ging bei den letzten Parlamentswahlen als grösste Gewinnerin hervor. Unsere Fraktion erhöhte sich von fünf auf acht Sitze. Dario Sulzer konnte den Stadtratssitz von Barbara Gysi ersetzen. Diese Stärke gilt es, in den nächsten Parlamentswahlen zu halten.

Soll der sozialpolitische Ansatz noch verstärkt werden?

Als Präsident werde ich mich für die Fortsetzung einer fairen Sozialpolitik einsetzen. Den Wilerinnen und Wilern aufzeigen, dass wir für gute Schulen, erschwinglichen Wohnraum, einen starken öffentlichen Verkehr und für eine nachhaltige Umweltpolitik einstehen. Meine Partei wird sich auch den gegenwärtig fremdenfeindlichen Tendenzen widersetzen. Diese widersprechen der Politik unserer Stadtregierung, das Zusammenleben mit den Migranten und Migrantinnen zu fördern. Wir dürfen uns nicht das Recht nehmen, ihnen vorzuschreiben, «einen Teil» ihrer Kultur zu Hause zu lassen. Jede Kultur hat ihre Besonderheiten. Diese prägen die Angehörigen einer Kultur, formen ihre Identität und definieren ihre Zugehörigkeit zur Gesellschaft und somit auch zu Wil.

Die nächste Volksabstimmung betrifft die neue Gemeindeordnung. Was kann die SP unternehmen, dass der umstrittene Partizipationsartikel, der Migrantinnen und Migranten eine politische Mitsprache einräumt, enthalten bleibt?

Dass sich die SP für diesen Artikel einsetzen wird, steht ausser Frage. Da auch die Stadtregierung hinter dem Partizipationsartikel steht, vertraue ich, dass sich die neue Gemeindeordnung mit dem Partizipationsartikel im Parlament durchsetzen wird. Für die Abstimmung im Herbst werden wir auf die Strasse gehen, um der Bevölkerung die Wichtigkeit des Partizipationsartikels aufzuzeigen. (ph)

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