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Sortenorganisationen: Blick in die Zukunft

Die Schwierigkeit, den Milchmarkt in der Balance zu halten, ist die überschüssige Milch, die produziert wird und in den Käsereien verarbeitet werden muss. Das macht Peter Rüegg, Direktor der Sortenorganisation Tilsiter Switzerland GmbH, wie auch Christoph Holenstein, Direktor der Sortenorganisation Appenzeller Käse GmbH, Sorgen. In vielen Tilsiter- oder Appenzeller-Käsereien wird neben den genannten Sorten mit der überschüssigen Milch ein weiteres Produkt – ein sortenfreier Käse – produziert. Diese kannibalisieren die Sortenkäse. «Die Basisauslastung wird durch die Sortenorganisationen garantiert, aber deren Produkt durch ein anderes konkurrenziert», so Rüegg. Das könne dazu führen, dass die Sortenorganisationen verschwinden und der Weg zur industriellen Produktion – oder fürs Ausland – geebnet sei. Die Konkurrenz sei gewachsen, so Holenstein, Appenzeller sei jedoch eine Starke Marke, die ihre Position verteidigen könne. Fritz Sommer, Leiter Qualität/Produktion/Technik der Emmentaler Switzerland, ist überzeugt, dass die Strukturbereinigungen weitergehen werden. «Durch Zusammenschlüsse werden grössere Einheiten entstehen.» Er glaubt jedoch, dass die Käserei der Zukunft «gewerblich» bleibt. «Grosskäsereien, wie sie im Ausland Tatsache sind, sind zu vermeiden.» Wie Christoph Holenstein ist auch Fritz Sommer überzeugt, dass es mit hochwertigen Rohstoffen und bestens ausgebildeten Berufsleuten weiterhin möglich sein werde, im Markt zu bestehen. (zi)

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