«Sorry für den Winner!»

Freistoss

Ralf Rüthemann
Drucken
Teilen

Der Weg ist das Ziel. Und den Tennisspielern ist es egal, ob sie gewinnen oder verlieren. Wenn sie gewinnen, hätte es der Gegner selbstverständlich auch verdient gehabt, ist ja klar. Und wenn Roger Federer einen Winner schlägt, dann meint er es eigentlich gar nicht so.

Die Eishockeyspieler lachen sich ins Fäustchen. Und dieses Fäustchen landet so oft im Gesicht eines Gegenspielers. «Was will dieser Typ von uns, was hat er eigentlich für das Gefühl, wer er ist?»

Alles kommt vor im Sport. Von übertriebenen Aggressionen bis zur päpstlichen Nächstenliebe. Auch im Thurgau. Zahnärzte haben auch schon von Hockey Thurgau profitiert. Auf der anderen Seite hat Marcel Hug hingegen noch nie so etwas wie «euch Flaschen mach ich jetzt fertig» zu den anderen Rollstuhlsportlern gesagt. Zumindest wissen wir nichts davon.

Welche Sportler sind nun auf dem richtigen Weg? Die Emotionalen oder die Selbstlosen? Natürlich beide, denn alle Wege führen nach Rom. Oder ist das wieder zu päpstlich?

Ralf Rüthemann

ralf.ruethemann@thurgauerzeitung.ch