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Sorgenkind Fachkräftemangel: Der Gewerbeverein Uzwil will Primarschüler für Lehrberufe begeistern

Das Rekrutieren des Berufsnachwuchses bereitet dem Gewerbeverein Uzwil Sorge.
Um Fünft- und Sechstklässlern Einblick in den Berufsalltag zu ermöglichen, werden nun Erlebnistage ins Leben gerufen.
Philipp Stutz
Vor der Hauptversammlung trafen sich die Gewerbler in der neuen Schalterhalle der Clientis-Bank Oberuzwil. (Bilder: Philipp Stutz)

Vor der Hauptversammlung trafen sich die Gewerbler in der neuen Schalterhalle der Clientis-Bank Oberuzwil. (Bilder: Philipp Stutz)

«Viele Betriebe bekunden Mühe bei der Suche nach beruflichem Nachwuchs», sagte Präsident Rolf Raschle an der gut besuchten 100. Hauptversammlung des Gewerbevereins Uzwil. Es müsse nach Lösungen gesucht werden, damit kein Kampf zwischen Maturität und Berufslehre entstehe. Auch die Ansprüche an die Mitarbeitenden seien gestiegen, da die Technik zunehmend den Berufsalltag bestimme. Berufsbilder befänden sich im Wandel.

«Der Fachkräftemangel droht sich immer mehr zu verschärfen, wenn wir keine geeigneten Lehrlinge für unsere Betriebe finden.»

Aus diesem Grund sollen ab nächstem Frühjahr Erlebnistage für Fünft- und Sechstklässler organisiert werden. Ziel ist es, bei der Jugend die Begeisterung für Lehrberufe zu wecken. Die Erlebnistage sollen als Ergänzung zu den bereits bestehenden Zukunftstagen verstanden werden. Primarschüler sollen sich während einer Woche bei verschiedenen Betrieben umsehen und auch mal etwas produzieren können. Um das Projekt voranzutreiben, genehmigten die Vereinsmitglieder einen Betrag von 4000 Franken. Auch die Gewerbevereine von Oberbüren und Oberuzwil sind um eine Beteiligung angefragt worden.

Gewerbeverein feierte 100. Geburtstag

Rolf Raschle, Präsident des Gewerbevereins, und das neu gewählte Vorstandsmitglied Lucia Lazzaro.

Rolf Raschle, Präsident des Gewerbevereins, und das neu gewählte Vorstandsmitglied Lucia Lazzaro.

Das hundertjährige Bestehen hat der Verein bereits im Januar in eher bescheidenem Rahmen gefeiert. «Es war ein gelungener Anlass mit den richtigen Gästen», zog Raschle ein positives Fazit. Allerdings habe man sich beim Konzert der «Blaumeisen» mehr Besucherinnen und Besucher erhofft. Auch die Regionale Industrie- und Gewerbeausstellung (Riga) sei ein voller Erfolg gewesen, verbunden mit einem starken Auftritt der Wirtschaftsregion Uzwil, Oberuzwil und Oberbüren. Der Schlussbericht über diese Veranstaltung liegt aber noch nicht vor.

Der Vorstand mit Rolf Raschle, Laila Saladin, Bernhard Gmür, Yves von Dach und Silvan Baumgartner wurde in seinem Amt bestätigt. Neu wurde Lucia Lazzaro in dieses Gremium gewählt. Sie ist als Hochzeitsplanerin tätig und führt die Uzwiler Firma Wedding Harmony. Als Revisoren wurden Ralf Unternährer und Ralph Wild bestätigt. Der Verein zählt rund 150 Mitglieder. Im abgelaufenen Jahr gab es mehr Neueintritte als Austritte zu verzeichnen.

Weniger Kleinsponsoring, mehr Veranstaltungen

Toni Frei, Vizepräsident der Arbeitgebervereinigung Region Uzwil, stellte an der Hauptversammlung diese Organisation vor. Sie steht vor einer Neuausrichtung. So betrieb die Vereinigung bisher vor allem Sponsoring, von dem verschiedene Vereine sowie Organisationen profitieren konnten. Auch die Regionale Industrie- und Gewerbeausstellung wurde mit einem namhaften Betrag unterstützt.

Nun sollen vermehrt Vorträge und weitere Anlässe für die Mitglieder organisiert werden. Der Status der Delegierten wird aufgehoben, alle Mitglieder sind neu stimmberechtigt. An der Delegiertenversammlung, die letztmals am 16. Mai stattfindet, wird über ein neues Reglement bestimmt. Ebenso sollen die Mitgliederbeiträge erhöht werden.

Täglich ein neuer Kunde

Vor der Mitgliederversammlung erhielten Gewerbler die Möglichkeit, die neuen Räume der Clientis-Bank Oberuzwil zu besichtigen. Der Neubau bildet einen Meilenstein in der Geschichte der im Jahr 1834 gegründeten Regionalbank. «Wir haben uns weiter entwickelt und benötigen mehr Platz», sagte Adrian Müller, Vorsitzender der Geschäftsleitung. Er brachte mit Freude zur Kenntnis, dass die Clientis-Bank täglich einen neuen Kunden begrüssen dürfe. Bereits wird ein neues Projekt in Angriff genommen. So wird das alte Bankgebäude abgebrochen. Es muss einem viergeschossigen Wohn- und Geschäftshaus Platz machen, das unter anderem Arztpraxen beherbergen wird. (stu)

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