Sorgen um Hunde und Katzen

Heinz Brecht ist Tierschutzbeauftragter dreier Gemeinden im Toggenburg. Derzeit sieht er sich mit zwei Problemen konfrontiert, auf die der Tierschützer die Tierhalter in der Region aufmerksam machen will.

Martina Signer
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In den letzten Wochen sind immer wieder tigerfarbige und rotgetigerte Katzen in der Region verschwunden. (Bild: Urs Jaudas)

In den letzten Wochen sind immer wieder tigerfarbige und rotgetigerte Katzen in der Region verschwunden. (Bild: Urs Jaudas)

REGION. Katzen sind eigenwillig und teilweise recht temperamentvoll. Dennoch wachsen sie ihren Besitzern ans Herz und stehen immer wieder zuoberst auf der Liste der beliebtesten Haustiere. Wenn ein solch liebgewonnenes Tier plötzlich verschwindet, hinterlässt dies beim Besitzer eine grosse Lücke. In letzter Zeit kommt dies im Toggenburg wieder vermehrt vor, wie Heinz Brecht, Tierschutzbeauftragter der Gemeinden Lichtensteig, Wattwil und Ebnat-Kappel, nur zu gut weiss. «In den letzten Wochen sind fast ein Dutzend Katzen einfach verschwunden», sagt er.

Sind Katzenfänger am Werk?

Die meisten Katzen sind in den letzten Wochen in Lichtensteig weggekommen. Ein besorgniserregender Trend. «Meist sind es tigerfarbige und rotgetigerte Katzen, die plötzlich von der Bildfläche verschwinden», sagt Brecht weiter. Er ruft die Katzenhalter dazu auf, aufmerksam zu sein, wenn fremde Leute unterwegs sind und nach Katzen rufen. Das könnten Katzenfänger sein, wie er weiss. Ausserdem rät er Katzenhaltern, ihre Tiere zu chippen. «Wenn Katzen ohne Microchip aufgefunden werden, dauert es oft lange, bis der Besitzer ausfindig gemacht werden kann.» Gechippte Katzen können innerhalb weniger Stunden ihrem Besitzer zurückgebracht werden.

Die Katzen chippen lassen

Auch bei tot aufgefundenen Katzen ist es den Besitzern meist ein Trost, wenn sie ausfindig gemacht werden können. «So wissen die Tierhalter wenigstens, was mit ihren Katzen geschehen ist. Ansonsten beschäftigt das Verschwinden eines Haustieres diese Menschen noch lange Zeit.» Ein Albtraum für Katzenhalter. Denn wenn eine Katze verschwindet, muss dies nicht einfach heissen, dass sie möglicherweise andernorts zugelaufen ist. «Im Neckertal gibt es derzeit immer wieder Fälle von angeschossenen Katzen», weiss Heinz Brecht. Ist das geliebte Büsi von einem Katzenhasser angeschossen worden? Liegt es irgendwo angefahren im Strassengraben? Wurde es von einem Katzenfänger gejagt und getötet? Solche oder ähnliche Horrorvorstellungen gehen den Katzenhaltern nach dem Verschwinden ihrer Tiere durch den Kopf und können noch monatelang Sorgen bereiten, wenn nicht aufgeklärt werden kann, was mit dem Tier passiert ist.

Meist könnten derartige Fälle mit einem implantierten Microchip rasch gelöst werden. Wenn Katzen – aus welchen Gründen auch immer – von zu Hause weglaufen und andernorts zulaufen, können die Daten auf dem Chip dafür sorgen, dass der Besitzer rasch ausfindig gemacht werden kann und er letztlich wieder beruhigt schlafen kann, ohne die schrecklichen Vorstellungen, was mit seinem Büsi passiert sein könnte.