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Sonnenzwerg trägt Kultur ins Depot

Der Ausbau des alten Flawiler Feuerwehrdepots zum Kulturraum ist vom Tisch. Der Elternverein nutzte das Gebäude am Marktplatz nun trotzdem kulturell: als Theaterbühne für Dr. Eisenbarth.
Andrea Häusler
Sonnenzwerg Toto (Lorenz Eisenbarth) lässt sich gern von Gerüchen leiten. Die Kinder schreckte die alte Socke aber eher ab. (Bild: Andrea Häusler)

Sonnenzwerg Toto (Lorenz Eisenbarth) lässt sich gern von Gerüchen leiten. Die Kinder schreckte die alte Socke aber eher ab. (Bild: Andrea Häusler)

Kultur im alten Feuerwehrdepot? Das Thema hatte in Flawil während Monaten beschäftigt, zur Gründung der «IG Kulturhaus altes Feuerwehrdepot» geführt und viele enttäuschte Gesichter zurückgelassen, nachdem der Gemeinderat dem Projekt der Interessengemeinschaft den Support verweigert hatte. Der Frust sass so tief, dass Ideen hinsichtlich einer konzeptionellen Zwischennutzung für Veranstaltungen nicht weiterverfolgt wurden.

Zwischengenutzt wurde das (Abbruch-)Objekt nun gleichwohl: als Theaterraum für die Wanderbühne Dr. Eisenbarth. Vielleicht habe ja kein alternatives Lokal zur Verfügung gestanden, begründete Elternvereinspräsident Didi Klement die Nutzung des Feuerwehrdepots am Marktplatz als alternative Theaterbühne. Oliver Gehrer, Leiter der Liegenschaftenverwaltung der Gemeinde Flawil, macht auf Anfrage klar, dass der Gemeinderat bereits im November 2015 entschieden habe, das alte Feuerwehrdepot bis zum Abbruch für Zwischennutzungen zur Verfügung zu stellen, und dass sich an dieser Haltung nichts geändert habe. «Die Veranstaltung des Elternvereins war hauptsächlich als Freiluftveranstaltung geplant. Als Schlechtwettervariante wurde das Depot als Unterstand zur Verfügung gestellt», sagt Gehrer.

Den beiden Sonnenzwergen Toto und Nunu gefiel es. Für ihren Auftritt war der nüchtern-graue Raum in gelbes Tuch gehüllt worden. Die ganz in gelb gekleideten Zwerge in Grossformat – Lorenz Eisenbarth und Simone Lüscher von der Wanderbühne Dr. Eisenbarth – hatten von der Sonne den Auftrag erhalten, den Menschen auf der Erde Licht, Wärme, Freude, Geschichten und Unterhaltung zu bringen. Das taten sie denn auch. Mit Leitern, stiegen sie von der Sonne runter und suchten – unter Einbezug der Kinder – das «Pfunggeli», das dem aktuellen Stück der Berner Theaterbühne den Namen gibt. Auf dem Vorplatz des Feuerwehrdepots hatten sich die grossen und kleinen Gäste auf Bänken und dem Boden niedergelassen. Es dauerte nicht lange, bis sich die Zuschauer so weit ins Stück gelebt hatten, dass sie sich als Teil der Inszenierung empfanden. Die meisten zumindest. Einigen blieben die quirligen gelben Sonnenzwerge schlichtweg suspekt und sie ergriffen spontan die Flucht: auf Mamas Schoss.

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