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SONNENTAL: «Linde» und Wirtin bleiben im Dorf

Frohe Kunde für die Sonnentaler: Die Dorfbeiz bleibt der Bevölkerung erhalten. Frieda Kühne wird das Restaurant nicht mehr als Besitzerin, sondern als Pächterin weiterführen. Die Liegenschaft gehört Tome Prenrecaj.
Philipp Stutz
Tome Prenrecaj ist neuer Eigentümer, Frieda Kühne die Pächterin der «Linde». (Bild: Philipp Stutz)

Tome Prenrecaj ist neuer Eigentümer, Frieda Kühne die Pächterin der «Linde». (Bild: Philipp Stutz)

Das Dorf Sonnental macht seinem Namen alle Ehre: Der Ort nahe der Thur ist der Sonne zugewandt. Viele Einfamilienhäuser finden sich hier. Und diese privilegierte Lage hat Investoren angelockt, in Mehrfamilienhäuser zu investieren. Doch die Nahversorgung lässt zu wünschen übrig. Namentlich fehlen Einkaufsmöglichkeiten für den täglichen Bedarf. Und am 26. Februar dieses Jahres ist auch noch der Konkurs über die «Linde» eröffnet worden. Sie war ein beliebter Treffpunkt der Dorfbevölkerung gewesen. Nun überraschend die gute Nachricht: Das Restaurant wird morgen Freitag wieder eröffnet. Frieda Kühne, über die mit ihrer Einzelfirma der Konkurs verhängt worden ist, wird das Restaurant weiterführen. Allerdings nicht mehr als Inhaberin, sondern als Pächterin. Neuer Eigentümer ist der in Amriswil ansässige Tome Prenrecaj.

«Das Konkursverfahren ist mit Bezug auf die Verwertung der Liegenschaft abgeschlossen», sagt Jörg Frei, Leiter der Regionalstelle Wil des kantonalen Konkursamtes. Die Konkurseröffnung sei auf Begehren eines Gläubigers erfolgt. Die Verwertung des Grundstücks erfolgte nicht über eine öffentliche Versteigerung, sondern über den Freihandverkauf.

Keine Dépendance des «Landhauses»

Der neue Besitzer, Tome Prenrecaj, ist Eigentümer von verschiedenen Liegenschaften. Unter anderem gehört ihm das Restaurant Landhaus in Niederuzwil. Dieses wird von seinem Bruder Luke geführt. Dieser hatte das Gasthaus vor sechs Jahren übernommen und ihm zu neuer Blüte verholfen. Dennoch bestehen keine Verbindungen zur «Linde» in Sonnental. «Es ist keinesfalls unsere Absicht, dort eine Dépendance zu errichten», sagt Tome Prenrecaj. Handle es sich doch um zwei vollkommen unabhängige Geschäftsfelder.

Gestern ist der Kauf erfolgt. Bauliche Veränderungen sind vorerst nicht geplant. Zur Liegenschaft gehören das Restaurant mit Wohnhaus, eine Gartenwirtschaft mit Pergola sowie Parkplätze gegenüber der Liegenschaft. Die Wiedereröffnung ist auf morgen angesetzt. «Ich freue mich darauf, meine treuen Gäste wieder begrüssen zu dürfen», sagt Frieda Kühne. Sie hatte die Liegenschaft im Jahr 1998 übernommen, nachdem sie bereits zuvor im Gastronomiebereich tätig gewesen war und das «Rössli» (später «Blume») in Ebnat-Kappel geführt hatte.

Eine zweite Chance gewähren

Sie werde die «Linde» nach dem gleichen Konzept wie bis anhin weiterführen, sagt sie. Auch Zimmer würden weiter vermietet. «Allerdings werde ich nicht mehr während sieben Tagen die Woche offenhalten.» Frieda Kühne zeigt sich überzeugt, einen guten Chef erhalten zu haben.

«Ich wollte Frieda Kühne nochmals eine Chance geben», sagt Tome Prenrecaj. Das Restaurant werde eine Dorfbeiz bleiben. «Es soll kein Nobelrestaurant sein, sondern ein Treffpunkt fürs Volk.» Der neue Eigentümer lobt die gute Lage und die schöne Gartenwirtschaft, wo auch gerne Passanten, Velofahrer und Wanderer Halt machen. Zu hoffen ist, dass nun der Weiterbestand der Sonnentaler Dorfbeiz längerfristig gesichert ist.

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