«Solino» übernimmt Mehrkosten

Die Delegierten des Zweckverbandes Regionales Seniorenzentrum Solino stimmen der Übernahme der Mehrkosten, die durch den Ausbau einer Etage in der Überbauung Kreuzrain in seniorengerechte Wohnungen entstehen, zu.

Urs M. Hemm
Drucken
Teilen
Karl Brändle, VR-Präsident des Zweckverbandes.

Karl Brändle, VR-Präsident des Zweckverbandes.

BÜTSCHWIL. Das Projekt «Betreutes Wohnen» in der sich im Bau befindlichen Überbauung Kreuzrain-Park komme nicht nur dem Bedürfnis nach mehr Wohnraum für betagte Menschen nach. «Darüber hinaus stärkt dieses Angebot die strategische Marktposition des <Solino>», sagte Karl Brändle, Verwaltungsratspräsident des Zweckverbandes. Die Realisierung des Projekts bedinge jedoch bauliche Anpassungen, deren finanziellen Auswirkungen die Beschlussfassung durch die Delegiertenversammlung verlange. Da die Bauarbeiten im September begonnen haben, drängt die Zeit, weswegen auf Donnerstag eine ausserordentliche Delegiertenversammlung einberufen wurde.

Anträge einstimmig genehmigt

Gemäss Kostenschätzung des beauftragten Architekturbüros Forma Team AG, Bütschwil, das die Überbauung plant, belaufen sich die Mehrkosten für die notwendigen Projektanpassungen auf 197 000 Franken. Darin enthalten sind rund 75 000 Franken für zusätzliche Elektroinstallationen wie Schwesternruf, Brandmeldeanlage sowie Kommunikationstechnik. Mit rund 31 000 Franken schlagen Anpassungen in der Haustechnik, so beispielsweise Heizung, Lüftung und Sanitär, zu Buche. Die Kosten für die Anschaffung von Pflegebetten, Wandschränken für die Bewohner und die Einrichtung der Küchen werden auf 90 000 Franken geschätzt. «Total ergibt das einmalige Kosten in der Höhe von 287 000 Franken für bauliche Massnahmen und Mobiliar, über die wir zu befinden haben», erläuterte Karl Brändle. Die jährlich wiederkehrenden Kosten für Miete, Amortisation, Abschreibungen auf das Mobiliar sowie Unterhalt belaufen sich auf 91 000 Franken.

Dem Antrag des Verwaltungsrates, das Konzept und das Projekt «Solino: Betreutes Wohnen im Kreuzrain-Park Bütschwil» sowie die anfallenden Mehrkosten und die Anschaffungskosten von Mobilien zu genehmigen, wurde einstimmig entsprochen. Ebenfalls ohne Gegenstimme votierten die elf Stimmberechtigten für den Antrag, dass die Gesamtkosten von 287 000 Franken der Investitionsrechnung zu belasten und innert längstens 15 Jahren abzuschreiben sind. Die Finanzierung erfolgt durch das Seniorenzentrum, die Zweckverbandsgemeinden haben keine Baubeiträge zu leisten.

Kostendeckender Betrieb

«Das Projekt <Betreutes Wohnen> umfasst vier Zimmer im Erdgeschoss in einem der drei geplanten Wohnhäuser, die einzeln, aber auch zu zweit bewohnt werden können», führte Markus Brändle, «Solino»-Leiter, aus. Des weiteren ist ein Aufenthaltsraum mit einer Gemeinschaftsküche sowie ein WC für Personal und Gäste geplant. Das Gebäude ist durch einen Gang direkt mit dem «Solino» verbunden. «Planerfolg-Rechnungen haben ergeben, dass die vier Wohnungen bereits bei einer Minimalbelegung von vier Personen kostendeckend, bei einer besseren Auslastung mit einem Cashflow geführt werden können», rechnete Brändle vor.

Im Mietvertrag mit der Trägerschaft, der Genossenschaft Pensionskasse St. Galler Gemeinden (PKSG), ist der Bruttomietzins (inklusive Nebenkosten) auf 5000 Franken festgelegt worden. Die feste Mietdauer beträgt 15 Jahre mit der Option zugunsten des Solino, den Vertrag zweimal um je fünf Jahre zu verlängern. Zudem verpflichtet sich das «Solino», die Mehrkosten in der Höhe von 197 000 Franken zu übernehmen, die durch die Anpassungen entstehen. Dagegen besteht bei einer Vertragsauflösung ausdrücklich keine Verpflichtung des «Solino», für den Rückbau aufzukommen. Um mehr Rechtssicherheit zu erlangen, kann der Mietvertrag im Grundbuch eingetragen werden.

Serviceleistungen anbieten

Noch in Vorbereitung ist eine Offerte des «Solino», die Hauswartarbeiten in der Überbauung zu übernehmen. «Gerade in diesem Bereich, insbesondere in der Technik, wäre der Synergieeffekt gross», verdeutlichte Karl Brändle. Darüber hinaus werde das Angebot weiterer Serviceleistungen wie Wäschebesorgung, Mahlzeitendienst und 24-Stunden-Notruf geprüft. Für die Pflege und Betreuung der Bewohner ist vorgesehen, mit der regionalen Spitex-Organisation zusammenzuarbeiten.

Markus Brändle, Leiter des Seniorenzentrums Solino. (Bilder: uh.)

Markus Brändle, Leiter des Seniorenzentrums Solino. (Bilder: uh.)