Solides Handwerk und Künstler-Flair

Malerei und Schmuck dienen beide der Verschönerung. Joëlle Supersaxo und Monika Koller Krattiger stellen in der Galerie zur Alten Bank bis am 20. November ihre ansprechenden Kreationen aus.

Kathrin Meier-Gross
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«Die seltene Kombination von Bildern und Schmuck ergänzt sich vortrefflich», war Hans Peter Koch in seiner Laudatio über die Künstlerinnen Joëlle Supersaxo und Monika Koller Krattiger (rechts) regelrecht begeistert. (Bild: kmg)

«Die seltene Kombination von Bildern und Schmuck ergänzt sich vortrefflich», war Hans Peter Koch in seiner Laudatio über die Künstlerinnen Joëlle Supersaxo und Monika Koller Krattiger (rechts) regelrecht begeistert. (Bild: kmg)

NIEDERUZWIL. Vivaldis Komposition «Die Vier Jahreszeiten» im Ohr und die farblich harmonischen Bilder und Schmuckstücke im Blick erfreuten sich am Freitagabend die zahlreichen Gäste an der Vernissage. «Schön. Einfach schön. Ein Allerweltswort zwar, für diese Ausstellung ist es aber der richtige Ausdruck», bekannte Cecilia Hess-Lombriser, Mitglied der Galerie-Kommission, bei der Begrüssung.

Lebensfreude vermitteln

Hans Peter Koch, Bütschwil, strich in seiner Laudatio die ungewöhnliche Kombination zwischen Schmuck und Malerei als ideale Vollkommenheit hervor. Beides diene der Verschönerung. Bilder würden Räumen dekorieren und Atmosphäre geben, Schmuck gewähre den Trägerinnen und Trägern die Verschönerung des eigenen Ichs. Gemeinsam sei, dass beide Emotionen wecken und Wohlgefühl ausstrahlen würden.

Das Motto «Vier Jahreszeiten» treffe auch auf Joëlle Supersaxos Bilder zu. Koch deutete auf die in Weiss und Blau gehaltenen Kreationen. Diese würden an den Winter in den Walliser Bergen, die Heimat der Künstlerin, erinnern. Grün symbolisiere den Frühling und die gelben Kompositionen würden Sommergefühle aufkommen lassen. Der Herbst präsentiere sich in Brauntönen. Die überraschende Spontanität der Farben und Formen in den Bildern lasse den Drang nach Weite und Freiheit erahnen sowie die Lebensfreude und das Unabhängigkeitsgefühl der mittlerweile in Frauenfeld verwurzelten Künstlerin.

Mit Hammer und Feile

Für ihre Arbeiten verwendet sie Acryl, Mischtechnik sowie Collagen und Gouache. Neuerdings malt sie mit feiner Hand Aktbilder. Nicht mit Pinsel, Farbe und Leinwand, sondern mit Hammer, Feile, Metall und Steinen arbeitet Monika Koller Krattiger. Die Goldschmiedin und Familienfrau verarbeitet in ihrem Amriswiler Atelier verschiedenste Materialien von Silber, Gold, Platin über edles Holz im Einklang mit den unterschiedlichsten Edelsteinen. Koch wies darauf hin, dass Monika Koller die individuelle Ausstrahlung und Kraft der verschiedenen Steine in ihre Schmuckkreationen übernehme. Ihr ist es ein Anliegen, dass bei der Gewinnung der Steine Nachhaltigkeit und Ökologie eine wichtige Rolle spielen. Mit dem Kauf der Rohlinge trägt sie zum Lebensunterhalt einiger Familien in Brasilien bei. Die Freude am Gestalten von schönen Dingen ist es, was beide Frauen antreibt. Beide sind solide Handwerkerinnen mit künstlerischem Flair, welche sich mit ihren Ausstellungen ergänzen die und sich nun auf die Begegnungen in Niederuzwil freuen.