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Solidarische Bazenheider

Die Um- und Neubauten der Schulhäuser in Kirchberg und Bazenheid lösen in den nächsten Jahren ein massives Investitionsvolumen aus. Am Mittwochabend informierten die Behörden zum weiteren Vorgehen.
Beat Lanzendorfer

Beat Lanzendorfer

beat.lanzendorfer

@ toggenburgmedien.ch

Gemeinde- und Schulbehörden überbrachten die Nachrichten am 11. Dezember. Sie informierten an der Informationsveranstaltung im Kirchberger Toggenburgerhof dahingehend, dass die geplanten Schulhausbauten massiv teurer als ursprünglich vorgesehen werden. Diese Zeitung berichtete am 13. Dezember darüber. Der gleiche Anlass fand am Mittwochabend in der Aula des Primarschulhauses an der Neugasse unter der Leitung von Gemeindepräsident Roman Habrik und Schulpräsident Orlando Simeon statt. Dabei zeigte sich: Den Bazenheiderinnen und Bazenheidern brennen andere Fragen unter den Nägeln.

Das Vorgehen des Kantons wird kritisiert

Bei der Diskussionsrunde wurden besonders die Forderungen des Kantons kritisiert, der im Bereich der Oberstufe Flurstrasse, Bazenheid, Massnahmen betreffend Hochwasserschutz verlangt. Dies und vor allem die Verlegung der Trafostation und der damit zusammenhängenden Starkstromleitungen hätten aufgrund der einzuholenden Bewilligungen und anschliessender baulicher Umsetzungen Verzögerungen von rund einem Jahr zur Folge. Dorfarchivar Josef Moser hält diese Forderungen für übertrieben, weil das letzte Ereignis, welche Schäden durch den Eichbüelbach verursachten, mehr als 130 Jahre zurückliegen. Er erklärt sich bereit, zusammen mit den Gemeindebehörden beim Kanton vorstellig zu werden. Betreffend Bauten bemerkt Felix Forster, die Lösung mit den Pavillons sei nicht die schlechteste. Es könne durchaus Sinn machen, anhand eines Baukastensystems weitere anzuschaffen.

Steuerfuss soll bei 142 Prozent verbleiben

Die Bazenheider bringen aber auch Verständnis für die Situation in Kirchberg auf. Geht es nach den Plänen des Gemeinderates, sollen die geplanten Bauvorhaben gestaffelt und nach Dringlichkeit realisiert werden.Dies hätte unmittelbare Folgen für Kirchberg. Die Projekte Primarschule Sonnenhof inklusive Mehrzwecksaal würden zurückgestellt. Anhand der errechneten Zahlen ist der Gemeinderat nämlich zum Schluss gekommen: Die Gemeinde Kirchberg kann sich nicht alle Projekte gleichzeitig leisten, die Verschuldung wäre ausserhalb aller Referenzwerte und würde auf über 60 Millionen Franken ansteigen. Im Weiteren möchte er der Bevölkerung keine Steuererhöhung von acht Prozent vorschlagen.

Zusammenfassend lässt sich sagen: Bis jetzt wurden 3,3 der geplanten 43 Millionen Franken ausgegeben. Für die beiden Projekte Oberstufe Flurstrasse und Primarschule Neugasse sollen 17,6 Millionen Franken an Urnenabstimmungen in diesem Jahr freigegeben werden.

Die Projekte Primarschule Sonnenhof Kirchberg, inklusive Mehrzweckhalle, plus Kindergarten Neugasse, Bazenheid, werden verschoben, bis die Schlussabrechnung der beiden ersten Projekte vorliegt. Der Steuerfuss soll, wenn möglich, bis 2022 bei 142 Prozent verbleiben.

Nächste Woche finden Gespräche statt

Mehrfach wurde Verständnis für die Situation in Kirchberg aufgebracht. «Kirchberg braucht einen Saal, das sind wir uns alle bewusst. Eventuell könnte man die Variante Lerchenfeld weiterverfolgen, ob in der Zweifachturnhalle ein Bühnenanbau möglich wäre», regte Sepp Holenstein an. In diesem Zusammenhang wies Remo Sprecher darauf hin, dass in der kommenden Woche die Kommission für Kultur, Freizeit und Sport zu diesem Thema Gespräche führen werde.

«Wir haben keinen Plan B, dann geht es zurück auf Feld 1. Ich gehe davon aus, dass die Schulzimmer dann vorläufig aus Condecta-Containern bestehen», sagte Schulpräsident Orlando Simeon abschliessend auf die Frage, was passiere, wenn die Kredite an der Urne abgelehnt werden.

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