So viele Sommertage in einem September wie noch nie

Der erste Herbstmonat 2018 findet Einzug in die regionale Geschichte der Meteorologie: Es wurden insgesamt elf Tage mit 25 Grad und mehr gemessen. Das gab es noch nie in den vergangenen 150 Jahren.

Christoph Frauenfelder
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Der dürre und heisse Sommer fand auch noch im ersten Herbstmonat seine Fortsetzung. Insbesondere die ersten zwei Drittel verliefen weit über dem klimatologischen Mittel (siehe Grafik). Noch nie seit Messbeginn vor 150 Jahren wurden im September so viele Sommertage (25 Grad und mehr) gemessen. Ende Monat resultierten elf solcher Tage. Hitzetage wie im Jahre 2009 gab es aber diesmal keine mehr. Der Temperaturumfang bewegte sich zwischen 2 und knapp 30 Grad. Die Heizgradziffer macht 31 Grad aus.

Nur sechs Regentage verzeichnet

Wie die vorangegangenen Monate fiel auch der September massiv zu trocken aus. An nur sechs Tagen fielen insgesamt lediglich 60 Prozent der üblichen Regenmenge. Ganz anders verlief die Bilanz beim Sonnenschein: Die Sonne lieferte uns mit dem Altweibersommer zusammen üppige 130 Prozent der üblichen Septembersumme. Nebel wurde im Fürstenland bisher noch keiner gesichtet. Das ändert aber im Oktober schlagartig. Er ist der nebelreichste Monat des Jahres.

Sommerhalbjahr mit absoluten Rekorden

Das Sommerhalbjahr von April bis September brachte gleich zwei absolute Rekorde mit sich. Zum einen die hohe Temperatur, zum anderen der geringe Niederschlag. Beide Werte sind bisher seit Messbeginn vor 150 Jahren noch nie verzeichnet worden. Sommerhalbjahr ist nicht gleich Sommer Bei der Sonnenscheindauer zeigte sich allerdings, dass der Dürresommer 1949 in der Zeitspanne von April bis September noch sonniger war. Doch Achtung: Sommerhalbjahr ist nicht gleich Sommer. Dieser dauert nur von Juni bis August.

Hinweis zu Christoph Frauenfelder

Der Autor ist Inhaber der Meteotop-Wetterstation Fürstenland in Niederuzwil.