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So viel Wasser verbraucht wie noch nie: Die Regionalwasserversorgung Mittelthurgau-Süd stellte 2018 einen Rekord auf

Die lange Trockenperiode im vergangenen Jahr hat sich auf die Zahlen der Regionalwasserversorgung Mittelthurgau-Süd ausgewirkt. Die gelieferte Wassermenge an die Mitgliedergemeinden verzeichnete einen Rekord.
Christoph Lampart
Andreas Widmer (links) verabschiedet den langjährigen Wasserwart Willi Meienberger. (Bild: Christof Lampart)

Andreas Widmer (links) verabschiedet den langjährigen Wasserwart Willi Meienberger. (Bild: Christof Lampart)

Insgesamt 1,7 Millionen Kubikmeter Wasser wurden vergangenes Jahr an die elf Mitgliedergemeinden verkauft, was deutlich einen neuen Rekord darstellt. Der Präsident der Regionalwasserversorgung Mittelthurgau-Süd (RVM Süd), Andreas Widmer, erklärte am Dienstag im Hof zu Wil vor 15 Delegierten und etlichen Gästen, dass der gestiegene Wasserverbrauch ganz klar im «engen Zusammenhang mit der Witterung» gestanden habe. Denn das Jahr 2018 sei von einer sehr langen Trockenperiode gekennzeichnet gewesen, die sich von Frühling bis in den Spätherbst erstreckt habe. «2018 war vergleichbar mit dem Trockenjahr 2003», sagte Widmer. Entsprechend trugen auch die zunehmenden Bewässerungen der Felder der

Gemüsebauern zum neuen Rekordumsatz bei

Trotzdem betrug der Auslastungsgrad des Versorgungswerkes gerade einmal gut 26 Prozent. Und selbst am 31. Juli, also am trockensten bzw. wasserverbrauchintensivsten Tag des Jahres, wurden gerade einmal 52 Prozent der verfügbaren Wassermenge verbraucht. Nichtsdestotrotz kamen einige Gemeinden mit vielen Landwirten und Gemüsebauern an ihre Grenzen in Sachen Bezugsoptionen.
Stettfurt beklagt Situation von Bauern

Eine Delegierte aus Stettfurt forderte den RVM Süd-Verwaltungsrat deshalb dazu auf, im Laufe dieses Jahres eine Lösung zu erarbeiten, welche es den Gemüsebauern in ihrer Gemeinde erlaube, auch dann Wasser zu einem fairen Preis zu beziehen, wenn die gemeindeeigenen Optionen ausgereizt seien. Letztes Jahr sei es so gewesen, dass Grossverbraucher, die Wasser über die tägliche Optionsgrenze hinweg bezogen, einen Aufpreis von zehn Franken je Kubikmeter hätten bezahlen müssen. Das sei zu viel, klagte die Delegierte. Andreas Widmer zeigte für die Situation der Landwirte Verständnis und versprach, dieses Thema im Verwaltungsrat zu besprechen, doch machte er zugleich deutlich, dass Stettfurt selbst schuld an der Misere sei, da die Gemeinde schlicht nicht genügend Wasserbezugsoptionen eingekauft hätte, um für den Notfall gerüstet zu sein. Andere Gemeinden, wie Wil, hätten aus Solidarität mehr Optionen als benötigt eingekauft und somit einen Grossteil der fälligen RVM Süd-Investitionen gestemmt. Falls Stettfurt aber noch Optionen hinzukaufen wolle, so sei es sicherlich machbar, dass eine andere Gemeinde an Stettfurt Optionen verkaufe. «Das ist keine Kapazitäts-, sondern eine Preisfrage», betonte Widmer.

Zufriedenstellend verlaufen bzw. verliefen zwei grossen Leitungsumlegungen. Während jene in Tägerschen (Firma Kindlimann) nach jahrelanger Verzögerung nun im Januar begonnen wurde, konnte in Märwil, dank frühzeitiger Planung und dem guten Einverständnis aller Beteiligten, das Projekt bereits ausgeführt werden. Erfreulich ist auch die finanzielle Situation der RVM Süd, konnte doch Finanzchef Goar Schweizer einen Nettogewinn von 32906 Franken vorlegen; und dies, nachdem bereits vorschriftsmässig 15 Prozent der Erträge aus dem Wasserverkauf, also 112100 Franken, dem Erneuerungsfonds zugeschrieben worden waren.

Letztes, intensives Arbeitsjahr

Willi Meienberger erklärte, dass ihn sein letztes Jahr als Wasserwart richtig gefordert habe. «Die Wintermonate waren zu nass und die Sommermonate zu trocken.» Die Arbeitsschwerpunkte hätten zum einen in der Einführung seines Nachfolgers Florian Schär (ab 1.  März) in die diversen Arbeitsschritte und zum anderen im Unterhalt des Leitungsnetzes, in der Qualitätssicherung und der allgemeinen Bewirtschaftung gelegen. Andreas Widmer liess es sich nicht nehmen, Willi Meienberger für seine langjährigen Dienste (seit 1992) mit einem Präsent zu danken.

Keinerlei Überraschungen gab es bei den Wahlen in den Verwaltungsrat. Nicht nur Präsident Andreas Widmer, sondern auch alle wieder Kandidierenden wurden für eine weitere Amtszeit einstimmig gewählt. Für den demissionierenden Othmar Schmid (Gemeindepräsident Amlikon-Bissegg) rückte neu Urs Zurbuchen (Gemeinderat Amlikon-Bissegg) ebenso einstimmig nach.

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