SKULPTUR: Blaue Schraubzwinge reist nach Prag

Seit zwei Jahren steht das umstrittene Kunstwerk «Bluetoo» beim Stadtweier. Im April wird es abgebaut. Die Stadt stellt das Gelände beim Gewässer für eine neue künstlerische Intervention zur Verfügung.

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Künstler Marc Moser und Stadtpräsidentin Susanne Hartmann bei der Präsentation der Skulptur. (Bild: Philipp Haag, 22. Juni 2015)

Künstler Marc Moser und Stadtpräsidentin Susanne Hartmann bei der Präsentation der Skulptur. (Bild: Philipp Haag, 22. Juni 2015)

Kunst und Kultur brauchen Räume und Platz, an dem sie sich entfalten und entwickeln können. Diese Infrastruktur bietet Wil, beispielsweise mit der Tonhalle, dem Stadt- und dem Ebnet-Saal, dem «Chäller-Theater», dem Baronenhaus, der ehemaligen SBB-Lokremise, dem «Gare de Lion» oder der Kunsthalle. Kunst und Kultur sollen aber auch im Alltag der Bewohnerinnen und Bewohner der Stadt Wil Platz finden, sodass man ihnen nicht nur in Kunst- und Kulturinstitutionen oder -lokalitäten begegnen kann. Zwei Möglichkeiten hierzu bieten das Foyer des städtischen Verwaltungsgebäudes an der Hauptstrasse 20 in Bronschhofen und das Areal rund um den Stadtweier. Diese beiden Räumlichkeiten werden neu ausgeschrieben, Kunstschaffende sind eingeladen, sich für diesen Kunst- und Kulturplatz zu bewerben.

• Kunst am Weier: «Bluetoo» – die riesengrosse blaue Schraubzwinge des Arboner Künstlers Marc Moser – wurde von der Wiler Bevölkerung zwei Jahre lang bewundert und kontrovers diskutiert. Im April verlässt die Skulptur den Stadtweier, um die Reise zu ihrem nächsten Standplatz anzutreten. Es geht für «Bluetoo» weiter nach Prag. Die Stadt Wil möchte den Stadtweier und dessen Umgebung erneut für eine künstlerische Intervention zur Verfügung stellen. Die Ausstellungszeit dauert von Frühsommer 2017 bis Winter/Frühling 2019 (nach Absprache). Angesprochen sind Kunstschaffende aus der Region, die eine ideale Arbeit haben, sei es eine Skulptur oder eine Installation, welche sie am Stadtweier präsentieren möchten. Die Idee kann bis zum 30. April per Post an die Fachstelle Kultur, Marktgasse 58, 9500 Wil, oder per E-Mail an kultur@stadtwil.ch eingereicht werden. Für die Leihgabe wird ein Betrag von 2000 Franken als Honorar inklusive Spesenentschädigung entrichtet.

• Kunst im Foyer: Positionen aktueller, zeitgenössischer Kunst in Bronschhofen – das Foyer im Verwaltungsgebäude der Stadt Wil an der Hauptstrasse 20 in Bronschhofen wird Wiler Kunstschaffenden als Ausstellungsplattform zur Verfügung gestellt, um Besucherinnen und Besuchern immer wieder neue, spannende Einblicke ins örtliche Kunstschaffen zu gewähren. Eine thematische Vorgabe besteht nicht. Zur Verfügung stehen zwei Wandflächen mit einer Länge von je 4,80 Meter und einer Höhe bis zur Wandschiene von jeweils 2,40 Meter. Pro Ausstellung ist eine Dauer von jeweils drei bis vier Monaten vorgesehen. Zur Eröffnung der Ausstellung wird jeweils eine Vernissage organisiert. Interessierte Kunstschaffende mit Wohnsitz in der Stadt Wil oder Kunstschaffende, die in Wil aufgewachsen sind und einen Bezug zur Stadt haben, können sich für eine Ausstellung im Foyer bewerben und ihre Dokumentation sowie einen Lebenslauf als PDF oder auf postalischem Weg einreichen. Bewerbungen werden laufend entgegengenommen. Eine Fachgruppe mit Mitgliedern der Kulturkommission der Stadt Wil wird die Bewerbungen als Jury beurteilen und über die Vergaben entscheiden. Die Bewerbungsunterlagen für das Programm 2017/2018 sind bis zum 30. April 2017 einzusenden. Veranstalterin der Ausstellungen ist die Fachstelle Kultur der Stadt Wil, Ansprechperson ist die stellvertretende Wiler Kulturbeauftragte Simone Bernet (Postanschrift Stadt Wil – Fachstelle Kultur, Marktgasse 58, 9500 Wil oder per Mail kultur@stadtwil.ch). Weitere Informationen sowie die für eine Bewerbung mit Angabe des Wunschzeitraums benötigten Unterlagen sind auf der Website der Stadt Wil zu finden unter: www.stadtwil.ch/kunstim foyer. (sk)