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SKI ALPIN: Profitieren und positiv überraschen

In rund einem Monat startet die Flawilerin Aline Höpli zu ihren ersten FIS-Rennen. Nach einem guten Sommertraining darf man auf die Auftritte der 16-Jährigen gespannt sein. Im ersten Jahr auf der höheren Altersstufe U18 ist die Devise klar.
David Metzger
Die 16-jährige Aline Höpli ist ein Versprechen für die Zukunft. Die heisse Phase ihrer Skilaufbahn hat nun begonnen. (Bild: PD)

Die 16-jährige Aline Höpli ist ein Versprechen für die Zukunft. Die heisse Phase ihrer Skilaufbahn hat nun begonnen. (Bild: PD)

David Metzger

sport@wilerzeitung.ch

Feegletscher, oberhalb von Saas-Fee in den Walliser Alpen. Hier hat der Winter längst wieder Einzug erhalten. Dem Gletscher sei Dank. Die Schneebedingungen sind derart gut, dass sich sowohl die Ski-Nationalteams aus Schweden als auch Norwegen im Oberwallis niedergelassen haben. Henrik Kristoffersen und Frida Hansdotter, um nur zwei Namen zu nennen. Sie alle bereiten sich auf die neue Weltcupsaison vor.

Inmitten der Skandinavier quartierte sich auch eine Gruppe aus der Ostschweiz ein. Gleichzeitig wie die Profis veranstaltete das nationale Leistungszentrum Ski Alpin (NLZ-Ost) unter dem Patronat von Swiss-Ski ein fünftägiges Trainingslager. Mit dabei auch die Flawilerin Aline Höpli. Und das nicht ohne Spass. «Wir haben das erste Mal eine Abfahrt bestritten, das war irrsinnig cool», verrät die 16-Jährige. Ein Ferienlager auf dem Feegletscher war es aber keineswegs. Jeden Morgen ging es für die elfköpfige Trainingsgruppe bereit um sechs Uhr auf die Piste. Das Ziel: Für den Saisonstart am 16. November in Diavolezza in Graubünden gerüstet zu sein.

Im Sommer viel trainiert

In der Zwischenzeit ist Aline Höpli aus dem Trainingslager wieder nach Hause gekehrt. Sie lacht und geniesst die Zeit im Elternhaus in der Flawiler Egg. Viel war sie da die vergangenen Wochen nicht mehr anzutreffen. Der Fokus lag ganz auf der neuen Skisaison, entsprechend häufig wurde auswärtig trainiert. Höpli will sich für ihre allerersten FIS-Rennen schliesslich in Topform präsentieren. Diese bestreitet die 16-Jährige, weil sie in diesem Sommer vom Regionalkader des Ostschweizer Skiverbandes (OSSV) in die Obhut des NLZ-Ost vorgeprescht ist.

Das bedeutet nicht nur auf dem Papier eine Umstellung. Auch materialtechnisch ist es zu Veränderungen gekommen. Beispielsweise sind die Ski nun noch länger. Und auch an den Rennen dürften die Zeiten, als Höpli ihre Konkurrenz wie in den Vorjahren mit teils über zwei Sekunden Vorsprung geradezu deklassierte, vorbei sein und das Feld noch näher zusammengerückt sein. «Auf der neuen U18-Leistungsstufe entscheiden nun wirklich nur noch Nuancen und Details über den Ausgang eines Rennens», weiss Alines Vater Thomas Höpli. Weniger dramatisch sieht seine Tochter die neue Ausgangslage. Sie lässt das Ganze kalt. «Ich fahre so wie ich will und bin.» Dennoch steht die Flawilerin natürlich unter genauster Beobachtung ihrer Trainer. «Es wird zweifelsohne viel erwartet», nickt Vater Thomas, fügt aber an, dass dies auch richtig sei. Und auch wenn seine Tochter nun vielleicht nicht mehr jedes Rennen gewinnen könne, sei es für ihre Entwicklung das Beste, mit möglichst gleichstarken Athletinnen zu trainieren. «Davon wird Aline längerfristig den weitaus grösseren Profit schöpfen können», ist der Vater und Servicemann überzeugt.

Die Atmosphäre aufsaugen

Die erste Saison im NLZ-Ost soll für Aline Höpli ruhig und spannend zugleich werden. Ruhig deshalb, weil es ohne Turbulenzen gilt, die neue Atmosphäre aufzusaugen und davon zu profitieren. Spannend deshalb, weil das Augenmerk nun darauf liegt, die immer detaillierteren und ausgeprägteren Faktoren bezüglich Wachstum, Kondition, Technik und Taktik auf einem noch anspruchsvolleren Niveau unter einen Hut zu bringen. Dieser Entwicklung gewachsen zu sein, wird Höplis Hauptaufgabe in dieser Saison darstellen.

Gelingt ihr das, wird es möglich sein, positiv zu überraschen und sich in den FIS-Rennen punktuell nach vorne arbeiten zu können. Wie bei den Profis um Henrik Kristoffersen und Frida Hansdotter ist auch bei den Juniorinnen die Startnummer nicht selten ein entscheidender Faktor, um ein Rennen erfolgreich zu bestreiten.

Heisse Phase hat begonnen

Dass die Flawilerin Aline Höpli auch in der anstehenden Wintersaison wieder starke Resultate zu erzielen vermag, daran zweifelt eigentlich niemand. Die Frage ist vielmehr, wie viel Zeit die 16-Jährige benötigen wird, um sich an das höhere Leistungsniveau zu gewöhnen. Fakt ist, dass die heisse Phase in der jungen Laufbahn von Aline Höpli nun begonnen hat und in einem relativ kurzen Zeitintervall relativ viel passieren kann.

Sollte die 16-Jährige wider Erwarten dort weitermachen, wo sie vergangene Saison aufgehört hat, dann wird es nicht mehr lange dauern und Höpli steht der Schwedin Frida Handsdotter nicht mehr nur im Training auf dem Feegletscher, sondern alsbald auch auf der Wettkampfpiste gegenüber.

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