SKI ALPIN: B-Kader ja, Vorbereitung aber auf eigene Kosten

Der Wiler Skirennfahrer Cédric Noger blickt auf eine passable Saison zurück. Elfmal schaffte er es auf das Podest und kann somit seine Kaderposition auch für den nächsten Winter behalten.

Urs Nobel
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Cédric Noger fuhr insgesamt elfmal in der vergangenen Saison aufs Podest. (Bild: PD)

Cédric Noger fuhr insgesamt elfmal in der vergangenen Saison aufs Podest. (Bild: PD)

Licht und Schatten wechselten in den Leistungen und Resultaten des Wiler Skirennfahrers regelmässig ab. Nur ganz wenig fehlte nach einer intensiven Vorbereitung, dass er beim Weltcuprennen in Sölden hätte starten können. Dann wäre es wahrscheinlich zu einem komplett anderen Saisonverlauf gekommen. Statt Weltcup fuhr Cédric Noger diverse Europacup- und FIS-Rennen. Höhepunkte wechselten mit Tiefschlägen ab. Gesamthaft darf Noger aber zufrieden sein. Mit ein bisschen Glück wäre jedoch mehr möglich gewesen.

Bronze an der Universiade in Almaty

Ein besonderes Erlebnis war für Cédric Noger die Teilnahme an der Universiade in Almaty. «So schnell werde ich dieses Rennen nicht vergessen. Die Veranstaltung wurde gross aufgezogen, und ich war mittendrin. Ich gewann Bronze im Riesenslalom. Die Medaillenübergabe fand in der Innenstadt vor einigen hundert Zuschauern statt.»

Dank seinem Individualsponsor, dem Hotelier Jörgen Kuhn, verlängerte Noger seinen Aufenthalt in Asien und beteiligte sich an verschiedenen Rennen um den Far-East-Cup. Ziel war, die eigenen FIS-Punkte zu verbessern. Das Unterfangen gelang ihm bei den koreanischen Meisterschaften, die der Wiler Sportler gewann. Zu ­jenem Zeitpunkt wusste Cédric Noger, dass im restlichen Verlauf alles schiefgehen müsste, wenn er die B-Kader-Zugehörigkeit für die nächste Saison verlieren würde.

Mittlerweile ist bestätigt, dass Cédric Noger seinen Status nächste Saison behält. Für die Vorbereitung muss er jedoch selber aufkommen. Auch wenn dies unverständlich erscheint, so hat es den Vorteil, dass Cédric Noger wieder in kleineren Gruppen trainieren und so weitere Fortschritte erzielen kann. Denn diese braucht er, will er seinen Traum vom Weltcup wahrmachen.

Urs Nobel

urs.nobel@wilerzeitung.ch

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