Skandalöse Kündigung unseres Pfarrers

«Blauer Brief an den Zuzwiler Pfarrer» Ausgabe vom 15. Oktober

Rita und Vito Monsorno, Zuzwil
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«Blauer Brief an den Zuzwiler Pfarrer»

Ausgabe vom 15. Oktober

Als katholische Kirchgänger und Kirchensteuerzahler sind wir über diesen respektlosen Entscheid unseres Kirchenverwaltungsrates entsetzt und überhaupt nicht einverstanden. Wie kann es sein, dass wir Bürgerinnen und Bürger den gewählten Kirchenverwaltungsrat nicht absetzen können, hingegen der Kirchenverwaltungsrat eigenmächtig einen gewählten Pfarrer in die Wüste schicken kann? Da stimmt doch etwas nicht!

Wie kann es sein, dass das Bistum St. Gallen im Glauben ist, dass ein Neuanfang nur möglich sei, wenn genau unser Pfarrer Simon Niederer weggeschickt wird? Fragt sich denn niemand, ob mit diesem Kirchenverwaltungsrat etwas nicht stimmt? Drehen wir doch den Spiess einfach um: Der Kirchenverwaltungsrat soll sich doch zurückziehen und unseren Herrn Pfarrer in Ruhe seine Arbeit ausüben lassen. Wir Schäfchen sind zufrieden mit ihm!

Wie kann der Rat die Arbeit des Pfarrers beurteilen und schlechtmachen, wenn er selber nie im Gotteshaus und in der Liturgie sichtbar und spürbar ist? Überall will sich der Rat einmischen. Dass somit Spannungen entstehen, ist ja vorprogrammiert. Der Kirchenverwaltungsrat soll die Ratsarbeiten erledigen und den Pfarrer und die Sekretärin in Ruhe ihre Arbeit machen lassen.

Wir brauchen nicht einen Neuanfang ohne Pfarrer, sondern einen neuen Kirchenverwaltungsrat mit Kopf, Herz und Verstand, der Respekt kennt und menschlich handelt.