SIRNACH: Wenn 70 Kinder zu Künstlern werden

Am Freitagabend fand die grosse Abschlussgala zur 21. Kinderwoche Sirnach statt. Dabei wurden die vielen kunterbunten Werke vorgestellt. Die Mütter und Väter platzten vor Stolz, die Leiterinnen und Leiter blicken zufrieden auf die Kiwosi zurück.

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Ein Höhepunkt der diesjährigen Kinderwoche: das gemeinsame Singen des Liedes «Kunterbunt isch Kiwosi», komponiert und getextet von Diakon und Liedermacher Roland Pöschl. (Bild: Christoph Heer)

Ein Höhepunkt der diesjährigen Kinderwoche: das gemeinsame Singen des Liedes «Kunterbunt isch Kiwosi», komponiert und getextet von Diakon und Liedermacher Roland Pöschl. (Bild: Christoph Heer)

Singen, basteln, spielen, malen, schmieden und vieles mehr. Die 21. ökumenische Kinderwoche in Sirnach (Kiwosi) umfasste wiederum alles, was das Kinderherz begehrt. Rund 70 Kinder im Alter zwischen fünf und zwölf Jahren nahmen in der vergangenen Woche daran teil und kamen in den Genuss von viel Spass, Gemütlichkeit und Gesang.

Die Kirche und Gott für einmal etwas anders erleben, das war nur eine Basis, die den Machern der Kiwosi am Herzen liegt. Es sei dementsprechend beeindruckend, was die Kinder geleistet hätten in dieser kurzen Zeit, sagte etwa Pfarrer Raimund Obrist bei seiner Begrüssungs­rede. «Dabei soll nicht vergessen gehen, dass man dann auch in Ruhe einmal diese tolle Woche Revue passieren lässt und sich bewusst wird, was alles geleistet worden ist.» Grosses geleistet haben viele, angefangen bei Liedermacher Roland Pöschl, der wiederum ein tolles Lied komponierte, oder die vier starken Frauen vom OK, Shaila Vaiano, Anja Oberholzer, Tanja Siegenthaler und Nicole Reubi. Auch Mesmerin Barbara Manz und die knapp 40 Leiterinnen und Leiter sowie alle Sponsoren und weiteren Helfer sorgten für eine funktionierende Durchführung dieser beliebten Kinderwoche; 70 Kinder sind ihnen zu Dank verpflichtet.

Gemeinschaft, Gott und Gruppendynamik

Die Kinder geniessen diese Woche Jahr für Jahr. Oft werden aus Teilnehmenden später Leiter, die Basis dafür liegt in der Freiwilligkeit. Will heissen, dass wenn ein Kind keine Lust mehr zu singen hat, es selbstständig etwas anderes unternehmen kann. So bildet sich in den wenigen Tagen eine richtig eingeschworene Gruppe, die ihre Gemeinschaft auslebt, Gott erlebt und die Gruppendynamik stärkt. Aus Wiezikon war Nina Oberholzer (9) bereits zum vierten Mal mit dabei. «Singen und basteln, das war megacool. Dass es schon wieder vorbei ist, macht mich etwas traurig. Ich freue mich schon auf nächstes Jahr.» Noemi Brändle (6) aus Sirnach fügte an, dass auch bei ihr das Singen hoch im Kurs stand. «Auch die Seifenblasen waren super.»

Eine Woche tüftelte Liedermacher und Diakon Roland Pöschl am Lied «Kunterbunt isch Kiwosi». «Seit 30 Jahren ist Lieder komponieren meine Passion. Das Kiwosi-Lied muss sich reimen und sich dem Thema widmen, das jeweils Bestand hat. So liess ich dieses Jahr das Thema ‹Kunterbunt› einfliessen.» Voller Inbrunst sangen am Abschlussabend alle miteinander dieses Lied, das die Kinder nun in die Ferien mitnehmen.

Christoph Heer

redaktion@wilerzeitung.ch