SIRNACH: Neubauprojekt ist vom Tisch

Anstelle eines neuen Pfarreizentrums will die katholische Kirchgemeinde jetzt das alte Pfarrhaus umnutzen.

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Rund 90 Kirchbürgerinnen und -bürger der Katholischen Kirchgemeinde Sirnach genehmigten die Rechnung 2017 mit einem Ertragsüberschuss von 12 000 Franken. Für 2018 ist ein Defizit von 242 000 Franken budgetiert, bei gleichbleibendem Steuerfuss von 18 Prozent.

Grosses Interesse fand an der Kirchgemeindeversammlung das Traktandum «Orientierung Pfarreizentrum Sirnach»: 2017 stellte die Vorsteherschaft ein Projekt vor, bei dem das Stockwerkeigentum «Pfarreiheim» im Dreitannen verkauft würde und stattdessen auf der Parzelle, wo jetzt das Pfarrhaus und die Kaplanei stehen, ein neues Pfarreizentrum gebaut würde. Bei den Verhandlungen mit der Politischen Gemeinde Sirnach während der vergangenen Monate wurde jedoch klar, dass die Preisvorstellungen für den Stockwerkanteil der Kirchgemeinde von beiden Seiten derart unterschiedlich sind, dass kaum ein gemeinsamer Nenner gefunden werden kann. Deshalb distanziert sich die Kirchgemeinde von dem alten Projekt. An der Versammlung stellte Präsident Alex Frei nun die neuen Absichten vor, konkret ist aber noch nichts.

Das alte Pfarrhaus soll für Büros umgebaut werden, ebenfalls sollen dort eine Pfarrerswohnung und ein Besprechungszimmer Platz finden. Der Pfarreisaal und die Gruppenzimmer bleiben an ihrem alten Standort im Dreitannen. Dort gibt es allenfalls einen kleinen Umbau, um eine Küche einzubauen. Kaplanei und Vikariat bleiben vorläufig, wie sie sind. (red)