Sirnach mit hoher Niederlage

In einem guten und unterhaltsamen Spiel verlieren die Sirnacher gegen den FC Widnau mit 0:5, obwohl sie über weite Strecken des Spiels den Ton angeben.

Gerhard Huber
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Der zweifache Torschütze Flamur Maliqi setzt sich durch. (Bild: Ulrike Huber)

Der zweifache Torschütze Flamur Maliqi setzt sich durch. (Bild: Ulrike Huber)

FUSSBALL. Eine schwere Aufgabe erwartete das Team von Trainer Rui Luis im rheintalischen Widnau. Der FC Widnau hatte die letzten drei Heimspiele gewonnen, wobei die Aufstiegskandidaten Kreuzlingen, Kosova und Frauenfeld der Reihe nach demontiert wurden. Dennoch waren die Sirnacher gezwungen, die Initiative zu ergreifen.

Meister der Effizienz

In der ersten Hälfte erwiesen sich die Widnauer als Meister der Effizienz. Aus gerade einmal drei echten Möglichkeiten machten sie zwei Tore. So in der 8. Minute, als Lüchinger einen Freistoss von links genau auf den Scheitel von Maliqi zirkelte und der Ball von dort den Weg ins Sirnacher Tor fand. Wieder war es Maliqi, der weitere acht Minuten später eine Kombination der Gastgeber mit einem weiteren Tor abschliessen konnte.

Während die Widnauer Kicker somit beinahe jede Chance zu einem Tor nutzten, rannten die Thurgauer Gäste erfolglos an. Der FC Sirnach erarbeitete sich tolle Chancen. Doch wurden die Schützlinge von Trainer Rui Luis entweder vom grossartig disponierten Widnau-Goalie Frei gestoppt, oder sie trafen nur die Latte oder scheiterten am eigenen Unvermögen. Allerdings wurde auch zwei Sirnacher Treffern wegen vermeintlicher Abseitsstellung die Anerkennung versagt.

Kabinettstückchen von Nüesch

Unglücklich die Aktion direkt nach der Halbzeitpause, als die Thurgauer durch Veliu ein «Slapstick-Tor» zwischen vielen Widnauer Verteidigerbeinen und Torwart Freis Händen hindurch erzielten – der Schiedsrichter gab den Treffer wegen eines vermutlichen Handspiels eines Sirnachers nicht. Widnaus Nüesch zeigte nach einer Stunde Spielzeit ein Kabinettstückchen. Er wühlte sich durch Frrokaj, Dauti und den Sirnacher Tormann Radoncic hindurch und erzielte das 3:0. Nach einem Eckball fand der Ball aus der Verteidigung heraus zum Widnauer Goalgetter Irisme, der aus etwa 20 Metern einen Flachschuss abgab, der unhaltbar zur 4:0-Führung abgefälscht wurde. Und auch Gastgeber-Mittelstürmer Abdoski durfte noch jubeln. Nachdem ein Widnauer nach einem Eckball von seinem Gegenspieler unsanft zu Boden gedrückt worden war, zeigte der Schiedsrichter zu Recht auf den Elfmeterpunkt. Abdoski machte es besser als die Bayern aus München und verwertete den Penalty eiskalt und unhaltbar für Radoncic.

Eine bittere und in dieser Höhe vollkommen unverdiente Niederlage für den FC Sirnach, der kurioserweise über weite Strecken der Partie eigentlich sogar die bessere Mannschaft war. Bitter auch, weil die Sirnacher nun endgültig im Abstiegskampf angekommen sind.

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