Sirnach kommt nicht vom Fleck

Der FC Sirnach findet einfach nicht auf die Siegesstrasse zurück und verliert gegen den FC Frauenfeld vor heimischer Kulisse zum drittenmal in Folge. Die 0:3-Klatsche findet ihren Ursprung in den ersten 20 Spielminuten, als die Frauenfelder innert kurzer Zeit alle ihre Treffer erzielen.

David Metzger
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Torschütze Alexander Schlauri (rot) kann Sirnachs Martin Hoffmann (blau) in dieser Situation nur noch mit unfairen Mitteln stoppen. (Bild: David Metzger)

Torschütze Alexander Schlauri (rot) kann Sirnachs Martin Hoffmann (blau) in dieser Situation nur noch mit unfairen Mitteln stoppen. (Bild: David Metzger)

FUSSBALL. Wer sich im Thurgauer Derby zwischen dem FC Sirnach und dem FC Frauenfeld als Zuschauer nur die ersten zwanzig Minuten ansah, der hatte eigentlich bereits alles gesehen. Denn in dieser Zeit fielen alle drei Tore der Begegnung, was zur Folge hatte, dass sich die Teams in der Folge so weit neutralisierten, dass sich in der Fortsetzung des Spieles keine nennenswerten Aktionen mehr ereigneten.

Es war für den FC Sirnach nach den besagten zwanzig Spielminuten und dem dritten Gegentreffer praktisch aussichtslos, dem Spiel noch eine Wende beizufügen. Das sah auch Sirnach-Cheftrainer Vlado Nogic so. «Nach dem 0:3 war es für uns praktisch aussichtslos, da noch rauszukommen.» Immerhin hätten sich seine Akteure in der Folge nicht gehen lassen und weitergekämpft, fügte Nogic an.

Frauenfeld dem Tor näher

Dennoch zeigten sich die Sirnacher über das ganze Spiel offensiv sehr gehemmt. Einzig kurz vor der Pause, als die Frauenfelder einen Moment lang zu passiv agierten, besassen die Hinterthurgauer eine kurze Druckphase. Alle Angriffsbemühungen erstickten jedoch in Strafraumnähe. Insgesamt standen die Frauenfelder dem vierten Treffer näher als die Sirnacher dem Ehrentreffer.

Auch Pech dabei

Der FC Sirnach ist somit seit mittlerweile drei Spielen sieglos, ohne Torerfolg und hat in diesen Partien nicht weniger als acht Gegentreffer einkassiert. «Wir haben keine Krise. Aber momentan brauchen wir Geduld, da wir eine prekäre Personalsituation haben. Zudem haben wir manchmal auch ganz einfach Pech», sagt Vlado Nogic. Mit dem angesprochenen Pech meinte Nogic in erster Linie den Fakt, dass sein Team den Frauenfeldern eigentlich ebenbürtig war, diese aus ihren Torchancen aber Profit zogen.

So hatten die Frauenfelder ebenfalls nicht viele Möglichkeiten, reüssierten aber gleich dreimal. In der vierten Minute landete eine als Flankenball gedachte Hereingabe von Alexander Schlauri zur Verwunderung aller Protagonisten im Tor. Danach profitierte Selmani beim zweiten Treffer von einem Lapsus der Sirnacher Hintermannschaft. Und das 3:0 in der 20. Minute durch Peter Obj Ojang geschah nach einem Eckball.

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