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SIRNACH: Im Blickfeld Tausender Autofahrer

Die Deglo AG betreibt in Gloten eine Inertstoffdeponie. «Keine andere Deponie ist so gut kontrolliert wie die unsere», sagt der Inhaber. Der Grund: Sie grenzt direkt an die Autobahn.
Maya Heizmann
Geschäftsführer Christoph Heuberger sorgt dafür, dass die Baumaterialien in der Deponie nachhaltig entsorgt werden. (Bild: Maya Heizmann)

Geschäftsführer Christoph Heuberger sorgt dafür, dass die Baumaterialien in der Deponie nachhaltig entsorgt werden. (Bild: Maya Heizmann)

Maya Heizmann

redaktion@wilerzeitung.ch

Pro Tag können gegen 40000 Autofahrer beim Vorbeifahren einen Blick auf das grosse Firmengelände der Deglo-Deponie werfen – «die am besten kontrollierte Deponie in der Schweiz», sagt Verwaltungsratspräsident und Hauptaktionär der Deglo AG, Andi Zürcher – ebenso Inhaber der Zürcher Kies und Transport AG in Zuzwil –, denn das Areal grenzt an die Autobahn A1.

Seit 2005 betreibt die Deglo in der Gemeinde Sirnach eine ­sogenannte Inertstoffdeponie. Diese Art Deponie vom Typ B ist öffentlich, wo belastetes mineralisches Baumaterial, inerter Aushub sowie Aus- und Abbruchmaterialien gemäss der Richtlinien der Verordnung über die Vermeidung und Entsorgung von Abfällen (VVEA) abgelagert werden können. Der Deponiestandort der Deglo AG unterliegt einer umweltschutzrechtlichen Bewilligung und ist verpflichtet, die strengen Gesetze und Vorschriften einzuhalten.

«Nur so wird der Stoffkreislauf richtig und nachhaltig geschlossen», sagt Geschäftsführer Christoph Heuberger. Die personellen und maschinellen Ressourcen werden von der Firma Zürcher in Zuzwil gestellt.

Erste Etappe wieder rekultiviert

Nachdem die Sirnacher im Jahr 2004 einer Zonenplanänderung von der Landwirtschaftsland- zu einer Deponiezone zugestimmt hatten, stand dem Baubeginn der ersten Etappe nichts mehr im Wege. Diese erste Etappe ver­fügte über ein Volumen von 400000 Kubikmetern sowie einer Ausgangsfläche von 50000 Quadratmetern. Die Investitionen beliefen sich bis zum ersten Ablad von inertem Material Anfang 2006 um rund 1,8 Millionen Franken. Die erste Etappe wurde ausser der Zufahrt und des Installationsplatzes vollständig rekultiviert und wird heute bereits wieder landwirtschaftlich genutzt.

Aufgrund der grossen regionalen Nachfrage an Deponieraum für inertes Material strebte man frühzeitig eine Erweiterung in Richtung Westen an, welche durch die Zustimmung 2010 an der Gemeindeversammlung Tatsache wurde. Die zweite Etappe, welche sich seit 2014 im Bau befindet, hat ein geplantes Volumen von 530000 Kubikmetern fest und eine Ausgangsfläche von circa 55000 Quadratmetern. Die Investitionen bis zum ersten Ablad betrugen um die 1,6 Millionen Franken.

Auf Deponien des Typs B werden nicht verwertbare mineralische Bauabfälle sowie belastetes Aushub- und Ausbruchmaterial mit Inertqualität gemäss der einschlägigen Richtlinien abgelagert. Ebenfalls zugelassen sind unverschmutztes Aushub- und Ausbruchmaterial, welches in der Deglo zu Rekultivierungszwecken verwendet wird.

Inertstoffe mit den Anforderungen an eine Typ-B-Deponie weisen einen geringen Schadstoffgehalt und eine geringe Löslichkeit auf, sie bestehen zu mindestens 95 Gewichts-Prozenten aus gesteinsähnlichen Bestandteilen(Beton, Ziegel, Backstein, Mauerabbrüchen, Eternit, Glas, Strassenaufbruch). Für die Materialanlieferung wird vorgängig vor der Erstanlieferung ein schriftlicher Antrag zur Entsorgung von Abfallstoffen inklusive der Materialanalytik verlangt. Die Verwiegung des angelieferten Materials erfolgt mit einer LKW-Waage, bei dem das Material aufgrund des Gewichtes deklariert wird.

«Die Deglo AG ist in unserer Gemeinde ein vorbildlicher Betrieb. Seit Inbetriebnahme der Deponie sind in all den Jahren keine Beschwerden eingegangen», sagt Sirnachs Gemeindepräsident Kurt Baumann.

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