Sirnach bleibt dank einer Aufholjagd weiter unbesiegt

In einem turbulenten Spiel der 2. Liga inter liegt der FC Sirnach bei Seuzach zwölf Minuten vor Schluss mit 1:3 im Rückstand, gewinnt aber doch noch einen Punkt.

Larissa Flammer
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FUSSBALL. Der FC Sirnach trat bei Leader Seuzach an, der in dieser Saison zuvor noch kein Gegentor zugelassen hatte. Die Serie von Seuzach riss und Goalie Ramon Frauenfelder musste gleich drei Gegentreffer hinnehmen. Da die Hinterthurgauer zweimal einen Rückstand ausgleichen konnten, bleiben sie in dieser Saison weiter ohne Niederlage.

Diskussion um Assistent

Die Gäste begannen druckvoll. Entgegen dem Spielverlauf gelang aber Seuzach der Führungstreffer. Tobias Gähwiler schloss den ersten Angriff seines Teams erfolgreich ab. Das Tor war korrekt, nur hätte es nach Meinung der Sirnacher nicht zu diesem Angriff kommen dürfen. Der Ball prallte bei einem Pass entlang der Seitenlinie dem Linienrichter ans Bein und von dort wieder ins Feld. Da dieser ausserhalb des Feldes stehen müsste, wäre das Spielgerät nach Ansicht der Gäste draussen gewesen. Schiedsrichter Elio Marciano liess aber weiterlaufen und der Treffer zählte. Sirnachs Trainer Ridvan Rexhepaj hatte von da an seine liebe Mühe mit dem betreffenden Schiedsrichter-Assistenten, der seinen Job genau vor der Sirnacher Ersatzbank verrichtete, bis der Trainer kurz vor Beginn der Nachspielzeit vom Spielfeldrand gewiesen wurde.

Den frühen Rückstand liessen sich die Sirnacher nicht gefallen. Anes Zverotic schnappte sich in der 22. Minute einen abgewehrten Ball und erwischte Frauenfelder mit einem sehenswerten Lob. Der Ausgleich war verdient, denn Seuzach schien noch immer nicht in der Partie angekommen zu sein.

Sirnach dank Standards

Doch die Zürcher konnten auf ihre Effizienz zählen. Fünf Minuten vor der Pause lenkte erneut Gähwiler den Ball nach einem Freistoss aus rund 30 Metern in die Maschen. Nach der Pause ging die Heimmannschaft engagierter zu Werk und die Hinterthurgauer bauten ab. Bei einen Konter Seuzachs wehrte Goalie Adnan Radoncic einen ersten Versuch ab, war beim Abpraller aber chancenlos und Christian Widmer erhöhte auf 3:1.

Doch Sirnach gab nicht auf. In der 79. Minute drückte Jelid Veliu einen flach getretenen Eckball zwischen Torhüter und nahem Pfosten über die Linie, und in der 88. Minute zirkelte Lulzim Mehmeti einen Freistoss zum umjubelten 3:3 ins Netz.

Seuzach – Sirnach 3:3 (2:1) Rolli – 100 Zuschauer. – Sr: Marciano. Tore: 10. Gähwiler 1:0. 22. Zverotic 1:1. 40. Gähwiler 2:1. 70. Ch. Widmer 3:1. 79. Veliu 3:2. 88. Mehmeti 3:3. Seuzach: Frauenfelder; Stamm, Güntensperger (59. Süsstrunk), Wismer, R. Stahel (71. Vollenweider), Kradolfer, Ch. Widmer, Tiziani, Fischer (74. Lauber), Gähwiler, P. Widmer. Sirnach: Radoncic; Horàk, Grämiger (90. Haas), Mehmeti, Radovic; Veliu, Maier, Hürlimann, Sostaric (69. Kryeziu); Durante (84. Velickovic), Zverotic. Verwarnungen: 37. Kradolfer Foul). 42. Radovic (Unsportlichkeit). 90. Maier (Foul).