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SIRNACH: Auf zu neuen musikalischen Ufern

Die 21. Auflage des Dreikönigskonzerts lockte am Samstag mehrere hundert Besucher in die katholische Kirche St. Remigius. Der Fokus lag dieses Jahr auf alpenländischer Weihnachtsmusik aus dem Toggenburg.
Rudolf Steiner
Der Konzertchor mit Kantor und Dirigent Cornelius Bader sowie den beiden Jodlern Martin Hersche und Annelies Huser. (Bild: Rudolf Steiner)

Der Konzertchor mit Kantor und Dirigent Cornelius Bader sowie den beiden Jodlern Martin Hersche und Annelies Huser. (Bild: Rudolf Steiner)

Rudolf Steiner

redaktion@wilerzeitung.ch

Langsam wird es an den seit 20 Jahren von Kantor Cornelius Bader durchgeführten traditionellen Dreikönigskonzerten zur Gewohnheit: Wer zu spät kommt, findet in der katholischen Kirche in Sirnach nach sieben Uhr keinen Sitzplatz mehr und muss sich wenn überhaupt das eineinhalbstündige Konzert stehend anhören. So auch dieses Jahr wieder, denn schon um halb acht war in der weihnächtlich beleuchteten Kirche kein Sitzplatz mehr zu finden, obwohl noch Scharen von erwartungsvollen Besuchern auf die Kirche zusteuerten und enttäuscht umkehren mussten.

Uraufführung «Im Liecht isch Rum und Ziit»

Dieses Jahr mag ein programmlicher Leckerbissen die magische Anziehungskraft noch geschürt und erhöht haben. Denn Cornelius Bader, Kantor, Chorleiter und unermüdlicher Veranstalter in einer Person, hatte mit dem Toggenburger Komponisten Peter Roth eine Koryphäe auf dem Gebiet der alpenländischen Volksmusik eingeladen. Im 63-jährigen Bader schlummerte schon lange eine Idee, nachdem die Dreikönigskonzerte seit Jahren von klassischen Kompositionen geprägt waren. «Dank der grossen Unterstützung meines treuen Publikums während Jahren getraue ich mich, mit dem diesjährigen Programm zu neuen Ufern aufzubrechen und der Tradition der einheimischen Volksmusik aus unserer Region einen würdigen und dominanten Rahmen zu geben. Da fällt die Wahl fast unausweichlich auf den 74-jährigen Peter Roth aus dem Obertoggenburg», sagte Bader.

Vor mehr als einem Jahr hat er mit ihm Kontakt aufgenommen und mit der Planung für das diesjährige, musikalisch etwas von der gewohnten Form abweichende Dreikönigskonzert begonnen. Im Laufe dieser Zu- sammenarbeit ist dann die Idee entstanden, für das Dreikönigskonzert ein neues Werk mit alpenländischer Volksmusik zu schaffen. «Ich liess Peter Roth in der Wahl seiner Neukomposition freie Hand und bin vom Resultat seiner genialen Komposition ‹Im Liecht isch Rum und Ziit› schlicht begeistert. Peter Roth verdient für das Geleistete mein uneingeschränktes Lob und meine grenzenlose Bewunderung», sagte Bader nach dem 90 Minuten dauernden Konzert noch sichtlich ergriffen und beeindruckt.

Begeistert und beeindruckt haben auch die Werke von Peter Roth aus einer seiner bekanntesten Komposition, der «St. Johanner Wienacht». Darunter beispielsweise der Weihnachtsjodel mit Martin Hersche und Annelies Huser-Ammann und das raumfüllende «Gloria: der Engel bei den Hirten» mit den Interpreten Mathias Blumer (Orgel), Manfred Wetli und Niklaus Ziegler (Klarinetten), Arthur Aebli (Kontrabass), dem Komponisten selbst am Hackbrett und dem vielstimmigen, vier Dutzend starken Konzertchor Bader aus der Region Winterthur. Einer der Höhepunkte des Konzerts war dann zweifellos die Uraufführung des neuesten Werks «Im Liecht isch Rum und Ziit» das nach Roths eigener Einschätzung vom musikalischen und textlichen Inhalt eine logische und ideale Ergänzung von Stücken aus der «St. Johanner Wienacht» herstellt.

Harmonische Musik aus dem Tirol

Ein wesentlicher musikalischer Bestandteil des Dreikönigskonzerts war zudem die Darbietung der alpenländischen Weihnachtsmusik der vier charmanten Musikerinnen aus dem Tirol, die als Formation Die Vielsaitigen auftraten. Die Zwillingsschwestern Anna (Hackbrett) und Lisa Strickner (Kontrabass, Querflöte, Okarina) sowie Sabrina Klotz (Gitarre) und Theresa Giner (Hackbrett, Harfe) haben sich während ihrer Ausbildung an der Musikschule Hall im Tirol kennen gelernt, spielen seit zehn Jahren zusammen und treten seither gemeinsam auf. Mit ihren einfühlsamen Melodien des Tiroler Komponisten Lorenz Maierhofer setzten sie einen wohltuenden, besinnlichen Kontrast zu den aufrührenden und zu Herzen gehenden Toggenburger Melodien von Peter Roth.

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