Singen verbindet Generationen

Mit einem Gemeinschaftsprojekt mit dem Jodlerclub Wil und einem flotten Theaterstück war der Unterhaltungsabend der Landjugend Wil ein voller Publikumserfolg. Der Beginn des Programms verzögerte sich des grossen Aufmarsches wegen.

Christoph Oklé
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Lustspiel in drei Akten: «Bauer, ledig, sucht» von Cornelia Amstutz vermochte das Publikum zu begeistern. (Bild: cho.)

Lustspiel in drei Akten: «Bauer, ledig, sucht» von Cornelia Amstutz vermochte das Publikum zu begeistern. (Bild: cho.)

Bronschhofen. Die Landjugend Wil ist ein Freizeitverein für Leute zwischen 15 und 30 Jahren. Regelmässig treffen sich deren Mitglieder zu verschiedenen Anlässen. Ein solcher war der Unterhaltungsabend mit einem Theater im Ebnetsaal in Bronschhofen, der alljährlich am letzten Samstag im März durchgeführt wird.

Grossaufmarsch des Publikums

Dieser Abend ist schon immer gut besucht worden, und so hatte man die Festwirtschaft auf der Fläche von zwei Hallen vorsorglich für gut vierhundert Personen eingerichtet. Doch nicht einmal dies reichte. Die Organisatoren waren vom Besucheransturm völlig überrascht worden. Und es waren nicht nur Jugendliche, die sich eingefunden hatten, sondern auch Leute gesetzteren Alters. Laufend mussten deshalb von der grossen Helferschar neue Tische und Stühle herbeigeschafft werden. So konnte die Unterhaltung denn auch erst mit einer zwanzigminütigen Verspätung gestartet werden. Im Vorprogramm stand der Auftritt eines generationenübergreifenden Projekts. Beim 75-Jahr-Jubiläum vom vergangenen Herbst hatte der Jodlerclub Wil nämlich auf die Mithilfe der Landjugend Wil zählen dürfen. Nach diesem gelungenen Anlass und vielen gemütlichen Stunden war die Idee entstanden, einmal ein gemeinsames Musikprojekt durchzuführen.

Generationenübergreifend

Eine solche Gelegenheit hatte sich schon bald geboten. Die Idee des Jodlerclubs Wil, diesen Unterhaltungsabend mit einem verstärkten Chor mitzugestalten, fand bei den Mitgliedern der Landjugend grosses Interesse.

Seit Anfang Januar hatte der Jodlerclub Wil wöchentlich zusammen mit 19 Projektsängerinnen und Projektsänger aus der Landjugendgruppe auf diesen Auftritt hin geprobt. Unter der kompetenten Leitung von Rita Klaus wurden drei neue Lieder einstudiert, die zum Thema des Theaters «Bauer, ledig, sucht» passten.

Das Chorprojekt sei für alle Beteiligten sehr interessant gewesen, wurde berichtet. Mit grossem Eifer und mit wenig Absenzen seien die Proben besucht worden. «Viele schöne gemeinsame Stunden durften wir in den vergangenen Wochen während und nach den Proben erleben.» Und so habe sich einmal mehr das Sprichwort bestätigt: Singen verbindet Generationen. Und die begeisterte Reaktion des Publikums bestätigte diese Ansicht.

Gratis-Haushälterinnen

Ab neun Uhr gab es dann während rund zweieinhalb Stunden Theater. Die Pausen zogen sich dabei tüchtig in die Länge, da die vielen Besucherinnen und Besucher mit Speis und Trank versorgt sein wollten. Im Lustspiel in drei Akten «Bauer, ledig, sucht» von Cornelia Amstutz hatten sich zwei ledige Brüder etwas Besonderes einfallen lassen, um zu einer Gratis-Haushälterin zu kommen. Mit einem Inserat lockten sie jeweils heiratswillige Damen auf den Hof. Gegen ihren Willen landeten sie dann aber nach einigen turbulenten Szenen wider Erwarten gar im Hafen der Ehe. Nach dem Bühnenumbau spielte die Partyband Suprime zum Tanz auf, und an der Bar oder in der Kaffeestube ging das Fest noch so lange weiter, dass viele ihre Uhr «in real time» auf Sommerzeit umstellen konnten.

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