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«Singen ist wie Sport – es macht gesund und glücklich»

Nicht viele haben so viel Erfahrung im Gesang wie Paul Steiner. Er begann vor 50 Jahren zu singen. Am Kantonalgesangfest amtet er als Chefexperte.
Paul Steiner feiert sein 50-Jahr-Jubiläum als Sänger. (Bild: pd)

Paul Steiner feiert sein 50-Jahr-Jubiläum als Sänger. (Bild: pd)

Wie haben Sie vor 50 Jahren entdeckt, dass Sie gut singen können?

Paul Steiner: Ich durfte schon als Knabe an Feiern und Konzerten in der Kirche singen und stellte fest, dass die Zuhörer oft weinen mussten. Es war wohl recht innig und schön.

Wo sind Sie zum erstenmal aufgetreten?

Steiner: Ich habe als Seminarist im Dorfmännerchor und in Zürich in einem Konzertchor im Tenor mitgesungen. Schon bald durfte ich Soli übernehmen und Proben leiten. Als Primarlehrer hatte ich mit dem Frauenchor Birmensdorf und mit dem Frauenchor Mettmenstetten meine ersten Auftritte an Unterhaltungen und Kirchenkonzerten, meist in beiden Rollen, als Sänger und als Chorleiter.

Wie haben Sie die Sänger von Oberbüren kennengelernt?

Steiner: Der Vorstand des Männerchors Oberbüren hat mich angefragt, ob ich Interesse hätte, den Chor zu leiten. Nach dem Probedirigat wurde ich glanzvoll gewählt. Wir haben in den vier Jahren viel Gutes erreicht und Schönes erlebt.

Wie hat sich der Männerchor in dieser Zeit entwickelt?

Steiner: Die Einsatzbereitschaft und Leistungsfähigkeit dieser Truppe hat mir gefallen und ist eindrücklich, sowohl in Bezug auf sängerische Leistungen als auch auf die praktischen und organisatorischen Fähigkeiten, grosse Anlässe durchzuführen.

Welche Aufgaben hat ein Chefexperte bei einem Anlass, an dem fast 100 Chöre beurteilt werden?

Steiner: Ich bin verantwortlich für das Expertenwesen, also für das Bewerten der Chorvorträge. Ich habe die Experten ausgewählt und zusammengestellt. Wir führen am Freitagabend mit zwei Chören ein «Experteneichen» durch. Es soll ein verbindlicher Massstab für die gehörten Leistungen festgelegt werden.

Was sagen Sie zur Zukunft der Chöre ganz allgemein? Warum treten nur sehr wenig junge Leute in die bestehenden Chöre ein?

Steiner: Singen ist im Trend und in. Die TV-Shows mit der Suche nach «the best voice» motivieren viele Junge. Die Lehrpersonen für den Sologesang freuen sich über neue Schüler. Es entstehen viele neue Ensembles und Gruppen. Englisch ist oft die Hauptsprache. Die Ziele und Strukturen der Vokalensembles entsprechen jedoch leider nicht den bestehenden Vorgaben der Verbandschöre. Ich wünsche mir, dass das Singen in allen Formen den verdienten Stellenwert im Alltag und in der Gesellschaft erhält, und wenn möglich auf die Stufe des Sports kommt. Singen ist wie Sport, es macht gesund und glücklich. (pd)

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