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Sinfonisches Orchester Wil spielte ein Benefizkonzert für Spital in Tansania

Mit einem Konzert verwöhnten das Sinfonische Orchester Wil und die junge Harfenistin Joanna Thalmann unter der Leitung von Musikdirektor Kurt Pius Koller die Gäste in der voll besetzten, barocken Pfarrkirche Niederhelfenschwil. Der Erlös ging an das Spital Endamarariek in Tansania.
Vroni Krucker
Die 23-jährige Joanna Thalmann zeigte an der Harfe ihr Können. (Bild: Vroni Krucker)

Die 23-jährige Joanna Thalmann zeigte an der Harfe ihr Können. (Bild: Vroni Krucker)

Sales Huber, Präsident der Stiftung Endamarariek begrüsste die Gäste und dankte allen, die zu diesem Abend beigetragen haben. Einen besonderen Dank richtete er an Urs Germann, Wil, der einen grossen Teil der Kosten übernommen hat. Zur Armut in Endamarariek meinte er schmunzelnd: «Mein Haarschnitt hat 30 Rappen gekostet».

Den Auftakt der Konzertstunde machte ein Streicherensemble unter der Leitung der Konzertmeisterin Franziska Pfenninger mit dem
3. Brandenburgischen Konzert von Bach. Am Spinett begleitete die Wiler Organistin Mari-Louis Eberhard. Faszinierend boten sie dieses interessante und fulminante Werk.

Das Sinfonische Orchester Wil ist zwar das älteste Liebhaberorchester der Schweiz, in seinem Wirken zeigt sich aber jung und dynamisch. Durch die Einsätze an den Operetten- und Musical Aufführungen und am Verdi-Openair hat es einen grossen Bekanntheitsgrad erreicht. Das semiprofessionelle Orchester begeisterte auch in Niederhelfenschwil. Als Abschluss erklang die Sinfonie Nr. 5 in B-Dur von Franz Schubert, der dieses verspielte Werk im Alter von 19 Jahren geschrieben und damit schon seine Kreativität gezeigt hat.

Höhepunkt der Konzertstunde war das anspruchsvolle Harfenkonzert in C op 82 von F.A. Boieldieu. Es wurde gespielt von Joanna Thalmann und zeigte das beeindruckende Können der jungen Frau. Mit scheinbarer Leichtigkeit zupften ihre Finger die Saiten auf der Doppelpedal-Harfe, gab den hohen perlenden Klängen ebenso Raum wie den tiefen bodenständigen Tönen. Es war ein r Augen- und Ohrenschmaus, dem man noch lange zugehört hätte. Nach dem tosenden Applaus schenkte sie den Gästen eine unerwartete Zugabe.

Musik ist ihr Leben

Die 23-jährigen Harfenistin hat schon früh mit ihrer Musik-Laufbahn begonnen. Sie ist aufgewachsen in Niederwil und Trägerin verschiedenster Anerkennungspreise. 2013 schloss sie an der Kantonsschule Wil die Matura im Schwerpunkt Harfe mit einer Bestleistung ab und 2018 den Master Musik Pädagogik an der Zürcher Hochschule der Künste.

Nebst vielen Konzerten studiert sie zurzeit in Oslo an der Norwegian Academy of Music. Die Musik ist ein grosser Teil ihres Lebens. Sie liebt aber auch Sport und liest gerne Klassiker wie Shakespeare. Zurzeit träumt sie davon, im Kultur- und Kongresszentrum Luzern ein Solorezital zu spielen. Dieser Traum könnte sich in naher Zukunft verwirklichen, wurde sie doch am Schweizer Instrumentalmusik-Wettbewerb des Migros-Kulturprozent zum zweiten Mal mit einem Studienpreis ausgezeichnet.

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