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Sind E-Bikes gefährlich? «Man soll sie fahren wie ganz normale Velos»

Das E-Bike-Geschäft boomt. Dies hat auch Steffen Förster, Leiter des m-way-Shops in Wil, gemerkt. Er erklärt, warum sich immer mehr Sportler für die elektrischen Velos begeistern lassen.
Nicola Ryser
Das Angebot der E-Bikes wird laut Steffen Förster immer grösser. (Bild: Nicola Ryser)

Das Angebot der E-Bikes wird laut Steffen Förster immer grösser. (Bild: Nicola Ryser)

«Jedes Jahr hat man das Gefühl: ‹Das war’s jetzt. Dieses Jahr kann nicht mehr getoppt werden›. Und dann irrt man sich schon wieder.» So nimmt Steffen Förster, Shop-Manager des m-way in Wil, den aktuellen Verkaufstrend der E-Bikes in der Schweiz wahr. Der Laden neben dem Bahnhof ist spezialisiert auf die elektrischen Velos – und das Geschäft läuft sehr gut. «Grob geschätzt verkaufen wir in der Woche 10 und im Monat 40 E-Bikes.» Die Tendenz sei steigend.

Drei Arten von E-Bikes

Das Angebot im Laden präsentiert sich vielfältig – dicke und dünne Reifen, hohe Lenker, schmale Stangen und ganz viel Farbenpracht. Habe es früher nur den klassischen Flyer mit den dünnen Reifen und dem dicken Akku zwischen den Pedalen gegeben, sei die Auswahl nun um einiges grösser. «Wir unterscheiden zwischen drei Arten von E-Bikes: das City-Bike, das Tracking-Bike sowie das E-Mountainbike», erklärt Förster. Während das City-Bike, ähnlich wie die alten Flyer, vor allem innerhalb der Stadt nützlich sei, ist das Tracking-Bike als Allrounder-Velo für Strassen wie auch für Kieswege geeignet. «Und das E-Mountainbike mit den dicken Reifen ist die perfekte Alternative zum klassischen Mountainbike.»

Nicht mehr nur bewegungsscheue Menschen, sondern auch Sportler wie Mountainbiker interessieren sich für E-Bikes.

Nicht mehr nur bewegungsscheue Menschen, sondern auch Sportler wie Mountainbiker interessieren sich für E-Bikes.

Die drei unterschiedlichen Modelle sind denn auch die Gründe, warum die Kundschaft wächst und deren Alter und auch Charakter stark variiert. «Früher hatten wir vor allem Kunden im hohen Alter, die physisch nicht mehr fähig waren, ein normales Velo zu fahren und demnach ein bisschen Unterstützung in den Pedalen benötigten.» Auch gab es laut Förster viele Leute, die nach mehreren Jahren Velo-Abstinenz wieder auf dem Sattel sitzen wollten und dabei ein E-Bike für ihr Comeback wählten. «Heute haben jedoch auch Sportler die Begeisterung für die elektrischen Bikes entdeckt.»

Kommt bald das ABS-Bremssystem?

Zu tun habe dies mit den Designs der Velos. «Wir bekommen vor allem bei den E-Mountainbikes immer attraktivere und coolere Modelle, die auch junge Sportler ansprechen. So ist beispielsweise der sonst massive Akkuteil in den neusten Versionen im Rahmen verbaut», meint Förster. Zudem sei es gar nicht mehr so unsportlich, ein E-Bike zu fahren. «Hat man früher die Gondel zum Berggipfel genommen und ist nachher ins Tal hinunter gerast, kann man mit dem E-Mountainbike den Berg hochkraxeln und dann die Abfahrt geniessen.» Dabei könne die elektrische Unterstützung so eingestellt werden, dass man doch noch ins Schwitzen komme. Eine neue Form der Herausforderung sozusagen. «Und letztlich kommt man mit einem E-Bike nun mal schnell viel weiter und es macht dabei auch noch extrem viel Spass.»

Doch: Bei höher Geschwindigkeit fährt ein höheres Risiko mit. Dessen ist sich auch Förster bewusst. Darum gibt er beim Verkauf seinen Kunden immer den gleichen Tipp: «Ich sage ihnen: ‹Fahr dieses E-Bike einfach wie ein gewöhnliches Velo›. Und es schadet ja auch nicht, einen Helm zu tragen. Bei den schnelleren Bikes ist es sowieso Pflicht.» Förster betont jedoch auch, dass in der Entwicklung der Modelle an neueren Bremsen gearbeitet werde. «Zurzeit ist man damit beschäftigt, ein ABS-Bremssystem in die E-Bikes einzubauen. Diese Entwicklung nimmt jedoch noch ein wenig Zeit in Anspruch», sagt Förster. Doch den aktuellen Hype wird es wohl kaum bremsen.

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