Silbertruppe würdig empfangen

Die Daheimgebliebenen haben schnell reagiert. Nur kurz nach Feststehen des Gewinns der Silbermedaille an der Europameisterschaft in Aachen hat sich ein OK gebildet, das den erfolgreichen Lütisburger Voltis am Montag einen gebührenden Empfang bereitete.

Urs Nobel
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Die Silber-Girls wurde von der Musikantengruppe Schwarzenbach-Jonschwil empfangen. (Bild: URS NOBEL)

Die Silber-Girls wurde von der Musikantengruppe Schwarzenbach-Jonschwil empfangen. (Bild: URS NOBEL)

VOLTIGE. Für etliche, die am Montagabend auch noch gerne in die Reithalle von Bruno Bischofberger in Neugonzenbach gekommen wären, war die Empfangsaktion für die EM-Silbermedaillengewinnerinnen Voltige Lütisburg wohl doch etwas zu spontan. Letztlich kamen aber etliche Gratulanten aus dem Dorf und der Region, und auch die Musikantengruppe Schwarzenbach-Jonschwil musste man nicht zweimal fragen, ob sie so gut seien und im festlichen Rahmen des Empfangs mit einem Beitrag zur erhofften Stimmung beitragen würden.

Verdienter Lohn für Aufwand

Kurt Bischofberger, Präsident von Voltige Lütisburg, brachte es gleich zu Beginn auf den Punkt: «Wir haben die Silbermedaille verdient. Sie ist Lohn für den grossen Aufwand, den das Team seit Oktober vergangenen Jahres betrieben hat.»

Nicht überrascht

Gemeindepräsidentin Imelda Stadler, die extra eine Sitzung in St. Gallen vorzeitig beendete, meinte in ihrer Gratulationsrede, dass sie keineswegs überrascht vom Erfolg von Voltige Lütisburg sei. «Die Gemeinde ist stolz auf die Silber-Girls. Es ist keineswegs einfach, über Jahre an der Weltspitze mitzumischen. Auf diesem hohen Niveau mitzumischen, heisst auch, hartes Training in Kauf zu nehmen und trotzdem die Freude an dieser schönen und ausdrucksstarken Sportart zu haben.» Die Gemeindepräsidentin überbrachte Blumen und versprach: «Das Couvert mit Inhalt gibt es dann anlässlich unserer Sportlerehrung <Top of Lütisburg>.»

Eine emotionale EM

Longenführerin Monika Winkler-Bischofberger zeigte sich überrascht und erfreut ob dem grossen Zuspruch anlässlich des Empfangs. Sie erklärte auf verständliche Art und Weise, das sie es selbst nicht habe verstehen können, dass ihre Mädchen zweimal vom Pferd gefallen seien und so noch fast einen Medaillengewinn verpasst haben. «Fünf Sechstel unserer drei Auftritte verliefen aber hervorragend, und deshalb kann ich meinem Vater Kurt nur zustimmen, wie haben Silber verdient. Für mich ist somit eine emotionale EM zu Ende gegangen, jetzt peilen wir die nächsten Ziele an.» Damit meinte sie wohl das eigene nationale Turnier in Rosental, das am Wochenende vom 19. und 20. September durchgeführt wird, sowie die Schweizer Meisterschaft, die eine Woche später stattfindet. Monika Winkler-Bischofberger weiss aus Erfahrung, dass auch EM-Silbermedaillen-Gewinner diesen Titel zuerst erarbeiten müssen.

Anlässlich des kalten Buffets sickerte dann auch noch durch, was eigentlich geheim gehalten werden sollte: Als Heidi Bischofberger in Aachen abfahren wollte, merkte sie, dass sie keine Autoschlüssel hatte. Diese waren bereits im Hosensack von Ehemann Kurt im Lastwagen auf dem Heimweg. Nach einer rasanten Aufholjagd (PW/LKW) durch Patrick Winkler gelangten die Schlüssel doch noch in die rechten Hände, und Heidi Bischofberger konnte sich doch noch, aber mit etwelcher Verspätung auf den Heimweg machen.

Gemeindepräsidentin Imelda Stadler überbrachte Blumen. Das Couvert mit Inhalt gebe es später. (Bilder: Urs Nobel)

Gemeindepräsidentin Imelda Stadler überbrachte Blumen. Das Couvert mit Inhalt gebe es später. (Bilder: Urs Nobel)