Siegtreffer in letzter Sekunde

FUSSBALL. Der FC Sirnach zeigte viel Moral und gewann trotz 0:2-Rückstand nach der Pause noch mit 3:2 (0:2) gegen den SV Schaffhausen. Die Entscheidung fiel mit der letzten Aktion des Spiels, als Zverotic einen Elfmeter zum Sieg verwertete.

Remo Beerli
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Srdjan Radovic (in Blau, am Ball) legte zweimal für einen Torerfolg seiner Mannschaft auf. (Bild: Remo Beerli)

Srdjan Radovic (in Blau, am Ball) legte zweimal für einen Torerfolg seiner Mannschaft auf. (Bild: Remo Beerli)

Die Sirnacher zeigten von Beginn weg, dass sie das Spiel unbedingt gewinnen wollten. Sie hatten klar mehr Ballbesitz als die Gäste und bestimmten die Partie über weite Strecken. In der Defensive zeigte sich das Team von Ridvan Rexhepaj zu Beginn vor allem auf lange Bälle in die Tiefe aber noch ziemlich anfällig. So tauchte bereits nach wenigen Minuten der schnelle Demiri alleine vor dem Tor der Gastgeber auf. Demiri scheiterte aber am stark reagierenden Radoncic im Tor der Sirnacher.

Unglücklicher Rückstand

Die erste Topchance für die Sirnacher hatte Oertig, der mit seinem Schuss nur die Latte traf. Beim darauffolgenden Konter der Schaffhauser entwischte erneut Demiri. Diesmal liess er Radoncic keine Chance und traf zum 0:1 für die Gäste. Trotz dieses Rückschlags liessen sich die Sirnacher nicht beirren und suchten geduldig den Ausgleich. Zverotic hatte die beste Chance für das Heimteam. Er traf aus wenigen Metern Entfernung aber nur den gegnerischen Goalie anstatt das Tor, und so blieb es beim 0:1. Kurz vor der Pause fälschte Sirnachs Alessandro Maier einen Ball an der Strafraumgrenze mit dem Arm ab. Den fälligen Freistoss verwandelte Kijametovic wunderschön zum 0:2 für die Gäste, die mit diesem Resultat sehr gut bedient waren. Die effektiven Spielverhältnisse widerspiegelte das Resultat jedoch nicht.

Trotz des ungemütlichen 0:2-Rückstands zur Pause kam bei den Sirnachern keine Hektik auf. Dies konstatierte auch Spielercoach Fabrizio Tomasello mit Genugtuung: «Unser Ziel ist es, stets ruhig zu bleiben, so viel wie möglich im Ballbesitz zu sein und unser Spiel zu spielen, egal bei welchem Spielstand. Genau das ist den Spielern auf dem Platz heute perfekt gelungen.» Diese Geduld wurde zu Beginn der zweiten Halbzeit belohnt. Dragan Miljic traf per Kopf nach einer punktgenauen Flanke von Srdjan Radovic nur drei Minuten nach Wiederanpfiff zum 1:2. Nach einer weiteren tollen Flanke von Radovic erzielte Martin Horàk, Captain und Abwehrchef des FC Sirnach, ebenfalls per Kopf den verdienten Ausgleich.

Penalty verwertet

In den verbleibenden 25 Minuten suchten die Gastgeber den Sieg vehement. Trotz einiger guter Möglichkeiten wollte der dritte Treffer zunächst aber nicht gelingen, und es sah lange danach aus, als könnte der SV Schaffhausen den Punkt über die Zeit retten. In der dritten Minute der Nachspielzeit pfiff Schiedsrichter Rothenfluh ein Handspiel im Strafraum der Gäste. Den Penalty verwertete Anes Zverotic souverän zum verdienten und vielumjubelten 3:2.

FC Sirnach – SV Schaffhausen 3:2 (0:2) Kett – 221 Zuschauer – Sr. Rothenfluh Tore: 17. Demiri (0:1), 44. Kijametovic (0:2), 48. Miljic (1:2), 64. Horàk (2:2), 93. Zverotic (3:2). Sirnach: Radoncic; Grämiger, Horàk, Mehmeti, Oertig; Hürlimann (86. Veliu), Kryeziu, Maier, Radovic; Durante (46. Miljic), Radovic. Schaffhausen: Schneider; Medved, K. Selvi, Bolli, Lettieri; Di Girolamo, Shamari, Mottola, Neckys; Kijametovic, Demiri (91. Ljustina). Verwarnungen: 43. Maier (Handspiel), 58. Kryeziu (Foul), 75. Demiri (Unsportlichkeit). Bemerkungen: Sirnach ohne Sostaric und Rüeger (beide verletzt). Schaffhausen ohne Di Lionardo, H. Selvi (beide gesperrt) und Schuler (verletzt).