Sieg verschafft etwas Luft

Der EHC Uzwil gewinnt das Auswärtsspiel gegen den EHC Wetzikon mit 5:4. Die Uzwiler vergrössern damit den Abstand auf den Tabellenletzten auf sechs Punkte und verbessern ihre Situation im Kampf um den Ligaerhalt merklich.

Dominik Moser
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EISHOCKEY. Den Uzwilern gelang der Start in die Partie ausgezeichnet, zeigten sie sich doch in den Startminuten äusserst fokussiert und konzentriert. Die Dominanz wurde schnell in Tore umgemünzt. In der 5. Minute brachte Stoob die Gäste bereits in Führung. Nur vier Minuten später konnte Scherrer in doppelter Überzahl auf 2:0 erhöhen.

Dann aber schlichen sich in der Uzwiler Defensive Fehler ein, die vom Gegner ausgenützt wurden. Marzo (12.) und Dietrich (15.) genossen alle Freiheiten im gegnerischen Slot und konnten das Spiel wieder ausgleichen.

Offener Schlagabtausch

Im zweiten Spielabschnitt entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Sowohl die Wetziker als auch die Uzwiler besassen mehrere gute Chancen, um in Führung zu gehen. Uzwils Torhüter Juliano Gallmann zeichnete sich zu Spielhälfte mit einem «Big Save» aus und vereitelte somit die sicher geglaubte Zürcher Führung. Die Habichte legten in der Folge nochmals einen Zacken zu. Prompt gelang es Stoob und Frei, die Zwei-Tore-Führung aus dem Startdrittel wieder herzustellen. «In dieser Phase hätte uns gut und gerne auch das wohl vorentscheidende 5:2 gelingen können», sagte der Uzwiler Trainer Roger Bader nach dem Spiel.

Erneut aus der Hand gegeben

Doch auch diesmal hatte die Zwei-Tore-Führung nicht lange Bestand. Im dritten Drittel fasste der EHC Wetzikon nach zwei erfolglosen Uzwiler Überzahlsituationen nochmals Mut und fand mit einem Doppelschlag binnen 90 Sekunden erneut zurück ins Spiel. Diese beiden Gegentreffer waren für die Equipe von Roger Bader ärgerlich: «Eigentlich hatten wir die Partie zu diesem Zeitpunkt im Griff, wir gaben dem Gegner aber durch Unkonzentriertheiten in der Defensivzone erneut die Chance, zurück ins Spiel zu kommen», sagte Bader.

Doch dann liess die Sturmlinie um Stoob-Koch-Scherrer erneut ihr Können aufblitzen. Simon Scherrer gelang der entscheidende fünfte Treffer. Es war bereits das vierte Tor dieser Linie an diesem Abend.

«Beruhigender Vorsprung»

In der Relegationsrunde sind bis zum Saisonende zwar noch 15 Punkte zu vergeben, dennoch hat dieser Sieg gegen den direkten Konkurrenten eine vorentscheidende Wirkung. Roger Bader spricht von einem «beruhigenden Vorsprung», betont aber, dass die Entscheidung im Kampf gegen den Abstieg noch nicht gefallen sei. Das Polster auf die Wetziker beträgt nun sechs Punkte und selbst bei Punktgleichheit würden die Uzwiler in der 1. Liga bleiben (siehe Kasten rechts).

Trotzdem wollen die Uzwiler morgen Dienstag im Heimspiel gegen Ceresio nachdoppeln und einen weiteren Schritt Richtung Ligaerhalt machen. Spielbeginn in der Uzehalle ist um 20 Uhr.

Wetzikon – Uzwil 4:5 (2:2, 0:2, 2:1) Kunsteisbahn Wetzikon – 354 Zuschauer – Sr. Maddaloni (Spring, Ammann). Tore: 5. Stoob (Stüssi) 0:1. 9. Scherrer (Stüssi, Rüfenacht/Ausschluss Dietrich, Ambass) 0:2. 12. Marzo (Mihajlovic) 1:2. 15. Dietrich (Mihajlovic/Ausschluss Rüfenacht) 2:2. 31. Stoob (Scherrer, Koch) 2:3. 35. Frei 2:4. 51. Dietrich (Mihajlovic, Marzo) 3:4. 52. Marzo (Zangger, Mettler) 4:4. 54. Scherrer 4:5. Strafen: 7mal 2 Min. plus 10 Min. (Ambass) gegen Wetzikon, 6mal 2 Min. gegen Uzwil. Wetzikon: Nyffeler; M. Mettler, Zangger; Devigus, Saiani; Ambass, Betschart; Nägeli, Elsener, Wyssen; Huber, Meier, Marzo; Baer, Pfeuti, Blasbalg; Dietrich, Mihailovic; Egger, Züger, Faic. Uzwil: Gallmann; Hollenstein, Hofer, Sturzenegger, Rüfenacht, Bischof, Frick, Klopfer; Stüssi, Fehlmann, Fisch, Scherrer, Koch; Bucher, Sinnathurai, Locher, Grau, Stoob, Heid, Frei, Hohlbaum.

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