Sieben Fragen zum Unwetter

Stadtparlamentarierin Erika Häusermann (GLP) hat eine Einfache Anfrage zu den Unwettern in der Region Wil eingereicht. Diese umfasst unter anderem Fragen zur Schadensbilanz und zum Hochwasserschutz.

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Erika Häusermann Wiler Stadtparlamentarierin Grünliberale (Bild: pd)

Erika Häusermann Wiler Stadtparlamentarierin Grünliberale (Bild: pd)

WIL. Das heftige Gewitter vom 14. Juni hat die Region Wil besonders hart getroffen. Keller wurden überschwemmt, Wege verwüstet und die Autobahn mit Schwamm geflutet. Rund 150 Personen von Sicherheitsverbund, Feuerwehren und Zivilschützern waren die ganze Nacht über mit 25 Fahrzeugen im Einsatz. Weit über 300 Schadensmeldungen gingen bei den Behörden ein.

Höhe der Schadenssumme

«Über das Ausmass der Schäden lässt sich erst spekulieren. Es wird von Summen von mehreren Millionen Franken gesprochen», schreibt Stadtparlamentarierin Erika Häusermann (GLP) im Begleittext ihrer Einfachen Anfrage an den Wiler Stadtrat. Sie möchte von diesem wissen, ob der Stadt bereits eine Schadensbilanz vorliege und wie diese aussehe. Dies, zumal die Experten der Versicherungen unmittelbar nach dem Ereignis mit der Schadensaufnahme begonnen hätten. Zudem fragt sie, wie hoch die Schadenssumme insgesamt ist, welche durch Versicherungen gedeckt ist. Eine weitere Frage lautet, welche Massnahmen die Stadt Wil für den Hochwasserschutz des Krebsbaches ergreift, insbesondere im Bereich Rossrüti und Wilfeld (Larag-Areal), wann diese Schutzmassnahmen realisiert werden und wer sich an den Kosten beteiligt.

Weg offenbar mangelhaft saniert

Am unteren Hofberg sei der von der Firma Vetter vor kurzem reparierte Bachwiesenweg unterspült und zerstört worden, schreibt Erika Häusermann. Das Geröll werde zurzeit von einer anderen Firma weggeräumt und der Weg neu gebaut. «Offenbar wurde dieser Weg mangelhaft oder möglicherweise nicht nach den Regeln der Baukunst wiederhergestellt und befestigt», heisst es in der Einfachen Anfrage weiter. «Wer übernimmt die Kosten, und hat die Stadt Wil die Möglichkeit, Regress zu nehmen?»

Schäden minimieren

Erika Häusermann möchte ebenfalls wissen, welche Erkenntnisse die Stadt Wil aus den Schäden des letzten Unwetters zieht und welche Massnahmen sie ergreifen will, um in Zukunft die Schäden zu minimieren. «Wurde ein Fonds für Unwetterschäden, die zukünftig ja vermehrt auftreten, geäufnet, oder sind Rückstellungen für solche Ereignisse im Budget 2015 vorgesehen?», lautet die siebte und letzte Frage.

Die Einfache Anfrage ging am 24. Juli bei der Wiler Stadtkanzlei ein. Die Beantwortung durch den Stadtrat ist noch ausstehend. (pd/uam)