Sie tanzten mit Pelerinen und Schirmen

Das 11. Open Air Bütschwil wurde von miserablem Sommerwetter heimgesucht. Doch damit können Veranstalter und Besucher mittlerweile umgehen. Der Stimmung tat der Dauerregen jedenfalls keinen Abbruch. Fast 1000 Besucher pilgerten trotzdem auf den «Saal» und feierten Party mit Livemusik .

Michael Hug
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Nick Mellow und Band liessen sich vom Regen nicht beirren. (Bild: Michael Hug)

Nick Mellow und Band liessen sich vom Regen nicht beirren. (Bild: Michael Hug)

BÜTSCHWIL. «Stell' dir vor, es ist Bütschwiler Open Air, und es ist schönes Wetter!» Der Spruch, der jedes Jahr die Runde macht unter den Fans, entbehrte auch heuer nicht der Ironie. Soll man, wenn man Regen hasst, gegen Süden ziehen, wenn das «Bütschwiler» angesagt ist? Dabei tut das junge OK wirklich alles, um den Besuchenden ein kleines und feines Open Air zu bieten. Man hat sogar das früher verwendete (und von Petrus so ziemlich missverstandene) Label «Summeropening» abgelegt, doch es hat noch nichts genützt. War der Freitagabend des zweitägigen Events noch recht erfreulich, so fiel der Samstagabend regelrecht ins Wasser.

Der OK-Chef hatte recht

«Der Stimmung wird es nicht schaden», sagte der neue OK-Präsident Roger Bachmann während des Soundchecks am Samstag. Recht hatte er, schliesslich standen doch noch rund 350 Unentwegte auf der Wiese vor der Bühne, tanzten sich mit Pelerinen und Schirmen bewehrt in Ekstase und freuten sich über das Musikprogramm. Doch bei jeder Pause flüchteten sie ins Festzelt, ohne das ein Open Air in diesen Breitengraden halt eben doch nicht auskommt, worauf auch da die Stimmung zur sprichwörtlichen Feuchtfröhlichkeit kulminierte.

Mittelpunkt des Geschehens

Das Festzelt war schon am Freitagabend der Mittelpunkt des Geschehens. Während die Bühne noch unbenutzt am Rande des Geländes stand, ging im Zelt mit der Gruppe Sparrohs die Post ab. Rund 500 Besuchende, Jung und Alt aus dem Dorf und der Umgebung, brachten die Festhütte beinahe zum Bersten. Es war eine Party, wie man sie sich wünscht und Teil des erfolgreichen Konzepts des Open Airs: freitags eine Party im Zelt für alle, samstags ein Konzert mit vier Bands auf der Bühne für ein junges Zielpublikum. «Man muss doch was machen fürs Dorf», sagte OK-Chef Bachmann. Recht hat er und Erfolg mit dazu, auch im Regen. Die 12. Durchführung im nächsten Jahr sei nicht in Frage gestellt.

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