«Sie staunten, dass noch Platz frei ist»

Wer sich an einem Dreifach-Schnapszahl-Datum trauen lassen will, hat heute für lange Zeit die letzte Gelegenheit dazu. Auf den regionalen Zivilstandsämtern in Uzwil und Wil hielt sich der Ansturm von Heiratswilligen aber in Grenzen.

Ursula Ammann
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REGION. Das heutige Datum, der 12.12.2012, lädt zum Heiraten ein. Doch in der Region hält sich der Ansturm in Grenzen. Drei Trauungen sind heute auf dem regionalen Zivilstandsamt Uzwil eingetragen. «Das ist viel für einen Mittwoch, aber eher wenig für dieses spezielle Datum», sagt Franziska Wirth, Leiterin des regionalen Zivilstandsamtes Uzwil. Die relativ geringe Nachfrage hänge aber höchstwahrscheinlich mit der Jahreszeit zusammen, fügt sie an. Im Winter wird allgemein weniger geheiratet als im Sommer.

Ansturm vor vier Jahren grösser

Am 11.11.2011 heirateten auf dem Zivilstandsamt Uzwil aber trotz kalter Jahreszeit immerhin acht Pärchen. Damals fiel das Schnapszahl-Datum jedoch auch auf einen Freitag.

Auf dem regionalen Zivilstandsamt Wil werden heute vier Trauungen stattfinden. «An einem Wochentag ist das schon eher aussergewöhnlich», sagt Sandra Stäheli, Leiterin des regionalen Zivilstandsamts Wil. Einen Run auf das Datum wie am 8.8.2008 habe es aber nicht gegeben, fügt sie an. Auch seien die Anfragen für den 12.12.2012 im Vergleich zum Schnapszahl-Datum vor vier Jahren eher kurzfristig eingetroffen. «Die Pärchen waren sogar erstaunt, dass wir noch Platz frei haben.»

Ja-Wort auf die Minute genau

Weder in Uzwil noch in Wil hatten die Heiratswilligen den Wunsch geäussert, auch zu einer Schnapszahl-Uhrzeit zu heiraten. Am 11.11.11 war dies – zumindest in einem Fall – etwas anders, wie sich Sandra Stäheli erinnert. «Wir hatten damals ein fasnachtsbegeistertes Paar, das sich um 11.11 Uhr das Ja-Wort gab.»

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