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Sie spielen mehr als nur Oldies: «Räntner-Bänd» mischt Wiler Musikszene auf

Hobbymusiker im AHV-Alter aus Wil und Umgebung haben sich zur «Räntner-Bänd» formiert.
Adrian Zeller
Aus der Räntner-Bänd hat sich auch eine Jazzformation gebildet.Bild: PD

Aus der Räntner-Bänd hat sich auch eine Jazzformation gebildet.Bild: PD

Wenn Renato Fauser auf die Musik zu sprechen kommt, ist seine Passion für das Thema unüberhörbar. Er trägt eine Vision in sich: «Es soll in Wil einen Raum geben, in dem eine Grundausstattung an Musikinstrumenten zur Verfügung steht und den Hobbymusiker im Rentenalter benützen können.»

Der pensionierte Immobilienbewirtschafter ist so etwas wie der gute Geist hinter einem Wiler Kulturprojekt, das sich «Räntner-Bänd» nennt. Dieses nahm im Dezember 2016 mit einem Bericht in einer Regionalzeitung seinen Anfang. Darin suchte ein Instrumentalist in Pension Mitmusiker. Sieben Personen meldeten sich auf diesen Aufruf, darunter auch der Schlagzeuger und aktive Guggenmusiger Renato Fauser. Mittlerweile ist er die treibende Kraft bei diesem Projekt.

Schwierige Suche nach einem neuen Proberaum

Als Folge des Aufrufs bildete sich eine Musikformation: Der harte Kern der Räntner-Bänd fand zu regelmässigen Proben in einem Kellerraum in einem Wiler Schulhaus zusammen. Da alle Musizierenden den Jahrgängen 1940 bis 1955 angehörten, wurden vor allem Oldies, aber auch Blues-Rock und Country-Rock gespielt. Mit der Zeit bildete sich zudem eine Jazzformation heraus, die bis heute regelmässig in einem Privathaus probt und bisher zwei Auftritte bestritten hat.

Wegen anderweitiger Nutzung wurden den Hobbymusikern der Proberaum im Schulhaus auf den Herbst 2018 gekündigt. Trotz intensiver Suche hat sich noch keine neue Dauerlösung ergeben, wie Renato Fauser sagt. Die Suche nach einem neuen Domizil für die Räntner-Bänd war bisher von Rückschlägen geprägt. «Einer der besichtigten Räume war zu feucht, bei einem anderem überstieg der Mietzins unsere Möglichkeiten.» Auch eine zu kleine Grundfläche ist ein Handicap. In einem Raum unter 30 Quadratmeter lassen sich die Instrumente und Verstärker kaum aufstellen.

Sinnvolle Betätigung in Gemeinschaft

Trotz zermürbender Raumsuche lässt sich der 68-jährige Renato Fauser nicht von seiner Vision einer Begegnungsplattform für Hobbymusiker im dritten Lebensabschnitt abbringen. Ihm geht es vor allem um eine sinnvolle Betätigung in Gemeinschaft. «Wir haben ungefähr 40 E-Mail-Adressen von Interessierten aus der Region gespeichert.» Dieses Netzwerk liesse sich problemlos erweitern, wie Fauser sagt.

Nach seinen Vorstellungen sollen im Musikprojekt unterschiedliche Nischen offen stehen. «Es wäre toll, wenn Freunde einer bestimmten Stilrichtung am jeweils gleichen Wochentag zusammen proben können, sodass an verschiedenen Tagen unterschiedliche Richtungen gespielt werden.» Es könnte beispielsweise auch ein Handorgelquartett dabei sein, wenn sich entsprechende Musiker zusammenfinden; stilistisch sollen keine Grenzen gesetzt werden. «Musik verbindet Menschen», weiss Fauser, der erst vor wenigen Jahren aus der Stadt Zürich nach Wil gezogen ist und hier rasch heimisch geworden ist.

Freude am Musizieren soll die Motivation sein

Ob sich aus den Zusammenkünften fixe Bands bilden, soll gemäss dem engagierten Senior offenbleiben. «Viele Menschen im Pensionsalter schätzen ihre Unabhängigkeit und gehen deshalb ungern dauerhafte Verpflichtungen ein», sagt Fauser. Nicht die Pflicht, sondern die Freude soll die Motivation der losen Musikergemeinschaft im AHV-Alter sein.

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