Sie prägten die Sproochbrugg mit

Für Gottfried Künzle, Gabriel Schmuki und Walter Stähelin geht in dieser Woche ein Lebensabschnitt zu Ende. Sie verabschieden sich nach total 104 Schuljahren an der Oberstufenschule Sproochbrugg Zuckenriet in den Ruhestand.

Ernst Inauen
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Walter Stähelin, Gottfried Künzle und Gabriel Schmuki (von links) treten in der nächsten Woche ihren wohlverdienten Ruhestand an. (Bild: ei.)

Walter Stähelin, Gottfried Künzle und Gabriel Schmuki (von links) treten in der nächsten Woche ihren wohlverdienten Ruhestand an. (Bild: ei.)

Zuckenriet. Als 1969 die neu erbaute Sekundarschule Sproochbrugg in Betrieb genommen wurde, erteilte Gottfried Künzle noch an der Primarschule Zuckenriet Unterricht. Die früher in Niederhelfenschwil bestehende Realklasse wurde in die Sekundarschule verlegt und mit Norbert Oberholzer der bisherige Reallehrer angestellt. Die wachsende Schülerzahl rief nach zusätzlichen Lehrkräften. Gottfried Künzle folgte 1971 dem Ruf und liess sich berufsbegleitend zum Reallehrer ausbilden.

Beliebter Pädagoge

Gottfried Künzle war bei der Integration der Realschule in die Gesamtoberstufe massgeblich mitbestimmend. Er leistete grosse Überzeugungsarbeit, bis es so weit war. Seine grosse Stärke waren sein Organisationstalent und sein vernetztes Denken, das er in der Beziehung zwischen Schule und Gesellschaft ausspielte. Über die Schulzeit hinaus bewies er hohe Sozialkompetenz und kümmerte sich auch extern um seine Schüler.

Sein pädagogischer Stil war geprägt durch eine klare Linie – erzieherisch, aber väterlich. Gottfried Künzle sah als ehemaliger Fussballer und Trainer auch im Sport einen wertvollen Erziehungswert, indem Teamgeist und Anpassung gefördert wurden. Die beiden so genannten Raiffeisenbrunnen auf dem Schulgelände der Oberstufe Sproochbrugg werden noch jahrelang an den beliebten Pädagogen erinnern.

EDV und Wengerturm

Nach 37 Dienstjahren verlässt auch Gabriel Schmuki die Oberstufenschule. Nach seiner Ausbildung zum Sekundarlehrer mathematischer und naturwissenschaftlicher Richtung kam er an seine erste Arbeitsstelle in der Sproochbrugg. Mit drei Kollegen der Sekundarstufe und zwei Reallehrern bildete er den Lehrkörper für die damals rund 120 Schüler, welche in vier Sekundar- und zwei Realklassen beschult wurden.

Als Computerfreak beteiligte sich Gabriel Schmuki massgeblich an der Einführung der EDV und bei deren etappierten Ausbau. Auch für einen modernen Schmuck der Schule setzte er sich ein, so beim Entscheid für den 1996 auf dem Schulgelände erstellten Wengerturm. In allen Jahren fuhr Gabriel Schmuki mit dem Velo zur Schule und lebte so den Umweltgedanken vor.

Musisches Flair

Vor 27 Jahren gelang es dank persönlichen Beziehungen, Walter Stähelin von seinem bisherigen Wirkungsort Kirchberg in die Sproochbrugg zu locken. Diesen Schritt bereute er nie, fand er doch im Lehrerteam und in der Gemeinde sofort sehr guten Anschluss. Stähelin konnte als «Spröchler» wertvolle Impulse im musischen Bereich (Theater, Kunst, Handarbeit) einbringen. So leitete er lange die Schulbibliothek und baute die Mediathek auf.

Mit den Schülern gestaltete er im Neubau den künstlerischen Schmuck. Die Tonwerkstatt und der Brennofen gehen ebenfalls auf seine Initiative zurück. Im Religionsunterricht, den er eine geraume Zeit erteilte, verband er religiöse und profane Themen.

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