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Sie hat die Recycling-Quote erhöht

Laura Zehnder untersuchte in ihrer Maturaarbeit die Recycling-Gewohnheiten ihrer Mitschüler an der Kantonsschule Wil. Während diese beim Recycling von PET im Schweizer Durchschnitts liegen, besteht bei Alu-Dosen Nachholbedarf.
Aaron Ehrat
Laura Zehnder beginnt nach ihrer Matura ein Studium in Gesundheitswissenschaften an der ETH Zürich. (Bild: Aaron Ehrat)

Laura Zehnder beginnt nach ihrer Matura ein Studium in Gesundheitswissenschaften an der ETH Zürich. (Bild: Aaron Ehrat)

WIL. Jede Woche werden an der Kantonsschule Wil Hunderte PET-Flaschen und Aludosen entsorgt. Doch wie viele davon landen in normalen Abfalleimern statt in einem Sammelbehälter für Recycling? Dieser Frage ging die Maturandin Laura Zehnder nach. Sie wollte genau wissen, ob die Schüler der Kantonsschule Wil mit der Recyclingrate der Schweiz mithalten können – und behandelte die Thematik in ihrer Maturaarbeit.

«Recycling interessiert mich, weil ich wissen will, wie man etwas gegen die Klimaerwärmung machen kann. Es ist wichtig, etwas für die Zukunft zu tun. Die Generation von morgen muss mit dem Dreck leben, den wir heute produzieren», sagt Laura Zehnder.

Über Schweizer Durchschnitt

Die Recycling-Gewohnheiten ihrer Mitschüler an der Kantonsschule herauszufinden, sei sehr aufwendig gewesen, sagt Laura Zehnder. Die 19jährige Maturandin sammelte und zählte während einer kompletten Schulwoche jeden Abend die PET-Flaschen aus den Sammelbehältern sowie diejenigen, die in normalen Abfalleimern landeten. «Das ist eine Fleissarbeit, die viel Zeit kostet. Da mir aber jeweils eine Kollegin dabei half, war das ganze gar nicht so schlimm», sagt die Schülerin.

In einem zweiten Teil des Experiments wollte Laura Zehnder herausfinden, ob und wie sich die Recycling-Gewohnheiten der Schüler verändern, wenn auf den normalen Abfalleimern eine Notiz mit dem Hinweis auf die nächste Sammelstelle angebracht wird. Während einer zweiten Woche, rund einen Monat nach dem ersten Versuch, sammelte sie die entsorgten PET-Flaschen erneut und verglich die Resultate.

«In der ersten Woche erreichte die Schule eine Recycling-Quote von 78,8 Prozent. Mit den angebrachten Hinweisen stieg sie um knapp sechs Prozentpunkte auf 84,3 Prozent. Dieser Wert liegt sogar leicht über dem Schweizer Durchschnitt. Die Schüler auf die nächsten Sammelstellen hinzuweisen, hat anscheinend etwas gebracht», sagt Laura Zehnder. Weniger zufriedenstellend war das Resultat bei den Aludosen: Die Recycling-Quote für Dosen lag in beiden Wochen unter 40 Prozent und nahm in der zweiten Woche sogar ab. Grund dafür ist laut Laura Zehnder, dass es in der ganzen Schule nur zwei Sammelstellen für Aluminium hat. «Die Schüler haben kaum die Zeit, zum Recycling-Behälter zu gehen und wieder rechtzeitig im Schulzimmer zu sein. Eine einfache Lösung wäre, mehr solcher Stationen aufzustellen. Diese sind allerdings relativ teuer», sagt sie.

Mit Note 6 an die ETH

Ab Herbst wird die 19-Jährige an der ETH Zürich Gesundheitswissenschaften studieren. «Die ETH stellte verschiedene Studienrichtungen vor. Ein Studium in Gesundheitswissenschaften sprach mich sofort an», erklärt Laura Zehnder. Da die Maturandin das Schwerpunktfach «Spanisch bilingual» besucht, musste sie ihre Arbeit in Englisch verfassen. «Es gab keine grossen Probleme, man gewöhnt sich daran», sagt sie dazu. Für die Arbeit erhielt sie die Note 6. Auch sonst habe sie in der Schule keine Probleme, sagt Laura Zehnder. Neben der Schule treibt die Schülerin gerne Sport. Zweimal in der Woche besucht sie das Volleyballtraining. Wenn sie Zeit findet, spielt sie auch Tennis. «Für mich ist es wichtig, einen Ausgleich zu haben», sagt sie.

Ihre Maturaarbeit zeigt mittlerweile erste Resultate. «Eine meiner Kolleginnen wies ihre Mutter darauf hin, eine PET-Flasche korrekt zu entsorgen», freut sich Laura Zehnder.

In loser Folge stellte die Wiler Zeitung aktuelle Arbeiten von Maturandinnen und Maturanden der Kantonsschule Wil vor. Diese Arbeit bildet den Abschluss.

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