SICHERHEIT: Sauberes Wasser für 800 Haushalte

Obwohl die Wasserversorgung der Gemeinde Neckertal computerüberwacht ist, sind die Anforderungen an Wasserwart Werner Rutz nicht leichter geworden.

Werner Rutz
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Mit einer Taste lässt sich von diesem Terminal die Neckertaler Wasserversorgung steuern. (Bild: Urs M. Hemm)

Mit einer Taste lässt sich von diesem Terminal die Neckertaler Wasserversorgung steuern. (Bild: Urs M. Hemm)

Hinter unauffälligen Türen befinden sich an zwei Standorten die Rechner des Leitsystems, mit dem die Wasserversorgung in grossen Teilen der Gemeinde Neckertal sichergestellt wird. Die Wasserkorporation Neckertal (WKN) versorgt rund 800 Haushalte mit etwa 196000 Kubikmetern Wasser jährlich. «Risiken können wir uns keine leisten», sagt Wasserwart Werner Rutz, der zusammen mit seinem Namensvetter Walter Rutz für den sicheren täglichen Betrieb der Wasserversorgung besorgt ist. Seitdem das computer-überwachte Leitsystem 2014 eingeführt wurde, hat sich Werner Rutz’ Leben um einiges vereinfacht. «Früher musste ich bei ­jedem Alarm vor Ort den Fehler suchen. Heute bekomme ich eine Nachricht auf mein Handy und meinen Rechner zu Hause und kann vieles von dort aus regeln», sagt er.

Jährliche Investitionen von rund 700000 Franken

Die physische Kontrolle der Anlagen kann der Computer zwar nicht übernehmen. Dafür sind verschiedenste Messwerte, wie beispielsweise der Pegelstand in den Reservoirs, die Trübung des Wassers, die auf allfällige Verunreinigungen durch Feststoffe hinweisen könnte, oder die effektive Leistung der Pumpen permanent überwacht und jederzeit abrufbar. «Vor allem im Winter bin ich dafür dankbar, dass ich nicht immer gleich raus muss», sagt Werner Rutz. Damit das System effektiv eingesetzt werden kann, ist die Wasserkorporation Neckertal bestrebt, ihr Netz und ihre Anlagen auf dem neuesten Stand zu halten. Dafür investiert die WKN jährlich rund 700000 Franken. Erst kürzlich wurde das Reservoir Wald für rund 1,8 Millionen Franken ersetzt sowie im Raum St. Peterzell diverse, zum Teil über hundert Jahre alte Wasserleitungen erneuert.

Doch nicht nur die Anlagen müssen ständig erneuert werden. Auch die Ausbildung der Wasserwarte wird mehr denn je anspruchsvoller. «Die Anforderungen nehmen von Jahr zu Jahr zu. Unser Job ist längst keine Feierabendarbeit mehr. Wollen wir den Menschen eine bestmögliche Wasserqualität liefern, müssen wir Profis sein», sagt Werner Rutz. (uh)