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Seniorenzentren voll ausgelastet

Die Seniorenzentren Sonnmatt und Marienfried sind zu 100 Prozent belegt. Der Betrieb der Anlagen ist gefordert, es entstehen Kapazitätsprobleme. In absehbarer Zeit stellt sich die Frage eines Ausbaus auf dem Areal Sonnmatt.
Philipp Stutz
Betreuung und Pflege bilden Kernaufgaben in den Seniorenzentren.

Betreuung und Pflege bilden Kernaufgaben in den Seniorenzentren.

UZWIL. Die insgesamt 173 Plätze in beiden Häusern sind zu über 100 Prozent ausgelastet, so dass auch hin und wieder Notzimmer belegt werden müssen. «Die Nachfrage nach freien Zimmern ist enorm – es besteht eine Warteliste», sagt Heimleiter Kurt Marti und fügt hinzu: «Wir könnten problemlos zwanzig weitere Einzelzimmer füllen.» Nicht nur die demographische Entwicklung hat zu dieser Situation beigetragen, auch der Raumbedarf der einzelnen Bewohner ist in den vergangenen zwanzig Jahren gestiegen. «Das sind schleichende Veränderungen», sagt Marti.

Nicht mehr zeitgemäss

Die Sonnmatt verfügt neben Einzel- und Doppelzimmern teilweise noch über Drei- bis Vierbettzimmer, was Gemeindepräsident Lucas Keel als nicht mehr zeitgemäss erachtet. Zu bedenken ist, dass die Sonnmatt vor 27 Jahren erbaut worden ist, als die Ansprüche noch anders waren. «Eine derart hohe Auslastung und Belegungsdichte haben wir noch nie verzeichnet», sagt Kurt Marti, der seit Eröffnung der Sonnmatt dabei ist. Erst als Mitarbeiter, dann als Heimleiter.

Eintritte erfolgen oft direkt nach einem Spitalaufenthalt. Einer Zwangswohngemeinschaft kann manchmal nicht ausgewichen werden. Was auch Probleme mit sich bringen kann. «Weil keine Ausweichmöglichkeiten bestehen, muss unser Personal mehr Zeit für Betreuung und Aktivierung aufwenden», sagt Kurt Marti. In Sonnmatt und Marienfried zusammen werden 161 Vollzeitstellen gezählt. Im Seniorenheim Marienfried finden sich ausschliesslich Einzelzimmer.

Wohnlicher gestalten

«Ziel ist es, die Sonnmatt wohnlicher zu gestalten», sagt Lucas Keel. So wurden Nasszellen mit Dusche und WC eingebaut und die Erker im Gebäude neu möbliert. Auch die Aufenthaltsräume sollen neu gestaltet werden. Auf der Südseite des Gebäudes ist ein Fussweg angelegt worden, der zu einem Teich mit Goldfischen führt, welcher wieder aktiviert worden ist.

Arealentwicklung im Visier

«Bewohnerinnen und Bewohner schätzen es, kurze Spaziergänge in unmittelbarer Nähe des Heims zu unternehmen und sich auf dem Gelände aufzuhalten», betont Kurt Marti.

Auf dem Areal der Sonnmatt verfügt die Gemeinde Uzwil über Landreserven, auf denen ein allfälliger Ausbau des Seniorenzentrums möglich wäre. Der Uzwiler Gemeinderat und der Zweckverband Sonnmatt werden sich denn auch mit der Zukunftsplanung auseinandersetzen.

Vorschläge liegen vor

Laut Lucas Keel liegen bereits drei Vorschläge von Planungsbüros mit unterschiedlichen Konzepten vor. Wohnen und Pflege im Alter war auch kürzlich ein Thema an einer Tagung verschiedener Gemeinden in der Region. Unter anderem wurde auch eine mögliche Privatisierung diskutiert. Laut dem Uzwiler Gemeindepräsidenten wird demnächst über die weiteren Schritte informiert.

Heimleiter Kurt Marti zeigt die neugestaltete Aussenanlage mit Weiher. (Bilder: Philipp Stutz)

Heimleiter Kurt Marti zeigt die neugestaltete Aussenanlage mit Weiher. (Bilder: Philipp Stutz)

Die Sonnmatt wurde vor 27 Jahren erbaut.

Die Sonnmatt wurde vor 27 Jahren erbaut.

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