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Seine Erfolgsgeschichte beim Tischtennisclub Wil begann vor
17 Jahren im Hotel Zofingen: Christian Hotz im Porträt

Christian Hotz nimmt am Wochenende seine 13. NLA-Saison mit dem TTC Wil in Angriff. Peter Weibel, Ehrenpräsident des Clubs, überzeugte den 33-jährigen Zofinger vor langer Zeit zum Wechsel nach Wil. Hotz ist nicht nur Spieler, sondern auch so etwas wie ein Manager für die beiden Nationalliga-Teams.
Tim Frei
Christian Hotz wurde 2008 Schweizer Meister im Einzel. (Bilder: Teressa De Cristofaro)

Christian Hotz wurde 2008 Schweizer Meister im Einzel. (Bilder: Teressa De Cristofaro)

Auf den ersten Blick passt Christian Hotz mit seinem Aargauer Dialekt so gar nicht nach Wil. Doch dieser Eindruck täuscht. Denn: Mit dem 33-jährigen Zofinger und dem Tischtennisclub Wil haben sich zwei gefunden. Unter Hotz erlebt der 1961 gegründete TTC Wil seine erfolgreichste Phase. Von 2016 bis 2018 holten die Ostschweizer den Schweizer Meistertitel gleich dreimal hintereinander.

Am Ursprung dieses Höhenflugs stand die Vision von Hotz und Ehrenpräsident Peter Weibel, die Dominanz von Muttenz zu durchbrechen – die Basler waren zuvor elfmal Meister geworden. «Wir fanden es langweilig, dass immer das gleiche Team den Titel holte», erinnert sich Hotz.

Als 16-Jähriger nach Wil gewechselt

Vergangene Saison setzte sich zwar wieder Muttenz durch. Doch die Chancen stehen gut, dass der Titel schon bald wieder nach Wil geht. Schliesslich steigt der TTC Wil mit einem schlagkräftigen Team in die Meisterschaft. Für Hotz ist es bereits die 13. NLA-Saison mit den Wilern.

Die Erfolgsgeschichte zwischen Hotz und Wil begann vor rund 17 Jahren im Hotel Zofingen. Dort versuchte Weibel, den damals 16-Jährigen von einem Wechsel nach Wil zu überzeugen. Hotz, der von seinen Eltern ans Treffen begleitet wurde, musste nicht zweimal überlegen. Die Chance, in der NLA zu debütieren, war zu verlockend. Bisher hatte er in der NLB für Muttenz gespielt.

Seit Herbst 2008 spielt Hotz durchgängig für Wil

Von diesem Moment an entwickelte sich zwischen Hotz und Weibel eine starke Beziehung, die bis heute anhält. Der Aargauer sagt:

«Peter war mein Mentor, mein Ziehvater. Er hat mich mit seiner Leidenschaft für den Tischtennissport angesteckt.»

Nach einem Jahr bei Wil schloss sich Hotz wieder Muttenz an. Mit den Baslern wurde er zuerst Meister in der NLB, dann dreimal hintereinander in der NLA. Nach einem einjährigen Abstecher nach Deutschland kehrte er als frischgebackener Schweizer Einzel-Meister nach Wil zurück, für das er seit der Saison 2008/2009 spielt.

Manager mit Sprachtalenten

Bei den Wilern ist Hotz als Präsident der Nationalliga wie ein Manager, ist er doch zuständig für die Sponsorenakquise und Zusammensetzung des NLA- und NLC-Teams. Von Vorteil für dieses Amt ist seine Vielsprachigkeit. Da seine Mutter Ecuadorianerin ist, wuchs er zweisprachig auf – Deutsch und Spanisch.

Zudem spricht er fliessend Französisch, und bemüht sich, seine Italienisch-Kenntnisse weiter voranzutreiben. Hotz, der auch sonst ein südländisches Flair hat, sagt: «Dank der Sprache finde ich sehr schnell den Draht zu anderen Menschen.»

Gute Ausbildung statt Leben als Profi

Bereits im Alter von sieben Jahren begann Hotz mit Tischtennis. Im Quartier spielte er mit seiner Schwester und seinen zwei Brüdern sowie Nachbarskindern. Oft verlor er als einer der jüngsten Teilnehmer beim Rundlauf. Weil er schon damals ein Mensch war, der nach Lösungen sucht, wollte er das ändern – und begann beim Tischtennisclub Zofingen. Das zahlte sich aus: Bei Quartier-Runden liess er sich kaum mehr bezwingen.

In der Folge machte Hotz viele Fortschritte und entwickelte sich zu einer grossen Nachwuchshoffnung. Als Zwölfjähriger entschied er sich schliesslich gegen ein Leben als Profi und für eine gute Ausbildung – heute ist er Jurist und wohnt in Kloten.

Das Wiedersehen mit Thierry Miller

Als Tischtennisspieler hat er trotzdem viele Erfolge gefeiert, mittlerweile ist der frühere Nationalspieler 20-facher Schweizer Meister in verschiedenen Kategorien. Einen speziellen Platz in seiner Karriere hat der Einzel-Titel von 2008.

Damals besiegte Hotz den 14-fachen Meister Thierry Miller nach 1:3-Satzrückstand. «Unglaublich, dass ich das Spiel noch drehen konnte. Ich hatte Tränen in den Augen», sagt er. Wie es der Zufall will, wird Hotz am Samstag erneut auf Miller treffen.

Zwei Heimspiele zum Saisonstart

Die NLA-Mannschaft des Tischtennisclubs Wil steigt mit zwei Veränderungen in die Meisterschaft. Von Wädenswil stiess der junge Schwede Oscar Perman zum TTC Wil. Zudem übergab der langjährige Teamcaptain Christian Hotz sein Amt an Elia Schmid. Für die Wiler beginnt die Saison am Wochenende mit zwei Heimspielen in der Sporthalle Lindenhof; am Samstag (15 Uhr) gegen Bulle, am Sonntag (14 Uhr) gegen Lugano. (mfm)

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