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Sein Engagement hält eine Tradition aufrecht

Zu den Einwohnern, die in Flawil freiwillige Arbeit leisten, gehört Albert Tanner. Der bald 73-Jährige ist Träger der goldenen Kolpingnadel und leitet seit vielen Jahren die Klausgruppe der Kolpingfamilie.
Als Oberklaus führt Albert Tanner die Klausgruppe. (Bild: PD)

Als Oberklaus führt Albert Tanner die Klausgruppe. (Bild: PD)

Während vieler Stunden arbeiten Personen in ihrer Freizeit unentgeltlich und meist unbemerkt. Sie stellen ihre kostbare Zeit für Einsätze zum Wohl der Allgemeinheit zur Verfügung. Zu diesen Personen gehört Albert Tanner, der für die St.Nikolaus-Aktion in Flawil verantwortlich ist. Als Oberklaus kümmert er sich um die Koordination und insbesondere um die Tourenplanung.

1975 sind zwei Mitglieder der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) an Leo Stillhart, den damaligen Leiter der Kolpingfamilie, herangetreten und fragten ihn an, ob sie nicht den Nikolausbrauch weiterführen würden. Die Mitglieder der Kolpingfamilie waren junge Familien mit Kindern, wogegen in der KAB kein Nachwuchs vorhanden war. Zu jenen Verantwortlichen der Kolpingfamilie, die entschieden, den Brauch in Flawil weiterzuführen, gehörte auch Albert Tanner. Die Anfänge seien nicht einfach gewesen, erinnert er sich. «Denn wir hatten keine Erfahrung, weder als Schmutzli noch als St. Nikolaus.» Doch sie hätten die Besuche so gestaltet, wie sie es als Väter in ihren Familien selber gerne gehabt hätten.

Klausaktion mit über 100 Besuchen

Seit vielen Jahren leitet Albert Tanner nun schon die St. Nikolaus-Aktion in Flawil. Wobei er stets auf sein Team verweist, das derzeit 14 Samichläuse, 15 Schmutzlis sowie 10 Helferinnen und Helfer umfasst. Ebenfalls ein wichtiger Bestandteil der Klausgruppe sind die Esel, die früher in der Burgau und heute im Botsberger Riet zu Hause sind. «Ich darf seit Jahren auf ein tolles, motiviertes Team im Klausrat und in der Klausgruppe zurückgreifen», sagt Albert Tanner, der 2017 für seine 50-jährige Mitgliedschaft die goldene Kolpingnadel erhielt.

Die Gruppe ist von Anfang bis Mitte Dezember im Einsatz. Entweder als St. Nikolaus, als Schmutzli, als Helfer oder als Mitglied der Küchencrew, die jeweils für die Verpflegung nach den Einsätzen sorgt. Nicht nur das Engagement seiner Kolleginnen und Kollegen in der Klausgruppe schätzt Albert Tanner sehr. Auch das Engagement der Katholischen Kirchgemeinde St. Laurentius erwähnt er speziell. Sie unterstützt die Klausgruppe seit jeher. Seit dem Umbau des Pfarreizentrums 2008 kann die Klausgruppe ihr umfangreiches Material in eigens dafür eingebauten Wandkästen lagern. Das sei eine grosse Erleichterung. «Ohne die verschiedenen Räume und die Küche im Pfarreizentrum wäre die Klausaktion mit ihren über 100 Besuchen in Familien, Schulen, Kindergärten, im Spital und im Pflegeheim gar nicht zu bewerkstelligen», sagt Albert Tanner. (rkf/red)

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