SCHWINGEN: «Ich bin sehr glücklich»

Arnold Forrer wird am Thurgauer Kantonalen Zweiter. Vier weitere Toggenburger verpassen den Kranz nur knapp.

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Im thurgauischen Zihlschlacht wurde am vergangenen Sonntag die Kranzfestsaison so richtig lanciert. Bei zwölf gestarteten Eidgenossen war die Spannung bei den Zuschauern gross, und so pilgerten auch 6500 Zuschauer aufs Festgelände, das einen Tag zuvor noch schneebedeckt gewesen war. Der Vorjahressieger Armon Orlik verteidigte seinen Titel im Schlussgang gegen den Einheimischen Domenic Schneider souverän. Arnold Forrer klassierte sich gleich hinter dem Sieger auf dem zweiten Platz und war überglücklich.

Der Schwingerkönig startete vor Wochenfrist am Toggenburger Verbandsschwingfest in die Saison. Mit einem soliden Start konnte er somit nach Zihlschlacht reisen, wo er ohne grossen Druck antreten konnte. Bei morgendlich kühlen Temperaturen startete Forrer schnell in das erste Kranzfest der Saison. Der Eidgenosse Tobias Krähenbühl landete als erster Gegner im kalten Sägemehl. David Dumelin, Urs Giger, Rico Ammann und ­Raphael Zwyssig folgten Krä­henbühl später. Einzig der Schlussgangteilnehmer Domenic Schneider konnte den Obertoggenburger im dritten Gang bremsen. Einen solchen schnellen und starken Start erwartete nicht einmal Forrer selbst. «Ich bin sehr, sehr glücklich, so ein Start bei einer solchen Besetzung ist einfach super», sagte der Schwingkönig kurz vor der Kranzabgabe. Für ihn geht es Ende Mai am St. Galler Kantonalschwingfest weiter, wo er bereits den 144. Kranz anpeilen wird.

Einteilung verhindert Eichenlaub

Nebst Arnold Forrer waren noch weitere Toggenburger Schwinger in Zihlschlacht dabei. Mit Manuel Breitenmoser, Martin Egli, Michael Lieberherr und Silvan Wetter standen im sechsten Gang gleich vier junge Toggenburger im Kampf um das begehrte Eichenlaub. Für den Wiler Martin Egli und den Uzwiler Silvan Wetter war die Einteilung im sechsten Gang zu hart. Egli zog den Kürzeren gegen den Eidgenossen Mike Peng, und Wetter musste sich von Mario Schneider geschlagen geben. Manuel Breitenmoser aus Flawil und Michael Lieberherr vom Schwingclub Wattwil hatten bereits im fünften und sechsten Gang die Chance, den Sack mit dem Kranz zuzumachen. Doch fehlte den beiden jungen Toggenburgern das nötige Glück zum Erfolg.

Nächste Chance am Zürcher Kantonalen

Dank der guten Teamleistung der jungen Toggenburger Schwinger, könnten in dieser Saison noch einige Neukranzer drinliegen. Die Saison geht bereits am kommenden Samstag am Abendschwingen in Andwil weiter. Anschliessend folgt am 21. Mai das Zürcher Kantonalschwingfest in Weiach, das nächste Kranzfest in der Nordostschweiz. Wer weiss, vielleicht reicht es bei diesem Fest einem Schwinger aus dem Toggenburg zum ersten Kranz.

Pascal Schönenberger