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Schweizer Meister ist entthront

Der BC Uzwil kann seinen Titel nicht verteidigen. Im Playoff-Halbfinal verliert er gegen La Chaux-de-Fonds mit 7:9. Damit verpasst der Meister den Finaleinzug und kann seine Saison beenden. Die Enttäuschung im Uzwiler Lager ist gross.
Matthias Zindel
Enttäuschte Gesichter beim Uzwil-Trainer und seinen Spielerinnen und Spielern nach dem Playoff-out. (Bild: Matthias Zindel)

Enttäuschte Gesichter beim Uzwil-Trainer und seinen Spielerinnen und Spielern nach dem Playoff-out. (Bild: Matthias Zindel)

BADMINTON. Am Schluss blieb die Ernüchterung. Ein Wochenende mit vielen Emotionen musste erst verarbeitet werden. Und mitten im Raum stand das berühmte Wieso. Wieso gewann man kein einziges Schlüsselspiel? Wieso wurde kein einziger der vielen Matchbälle verwertet? Und wieso klappte eigentlich gar nichts an diesem Wochenende? An diesen Fragen werden die Uzwiler noch eine Weile zu knabbern haben. Letztlich gibt es für das Scheitern nur eine schlüssige Antwort. Wer die wichtigen Spiele allesamt verliert und dabei hochkarätige Chancen vergibt, der ist zwangsläufig der verdiente Verlierer.

Unheil begann am Samstag

Das Wochenende begann am Samstag mit dem Auswärtsspiel in La Chaux-de-Fonds. Uzwil startete zuversichtlich und gewann seine ersten Pflichtspiele. Doch wegweisende Partien gingen im Entscheidungssatz verloren wie das Frauendoppel, das zweite Männerdoppel und das Mixeddoppel. Zudem verlor Christian Bösiger überraschend sein Männereinzel gegen den stark aufspielenden Mathias Bonny. Uzwil verlor somit die Auswärtspartie mit 3:5 und stand mit dem Rücken zur Wand. Eine Hypothek, die es am Sonntag im Rückspiel aufzuholen galt.

Vor heimischem Publikum startete Uzwil mit drei Siegen in Folge furios. Die Zuversicht, den Rückstand aus dem Vortag wettzumachen, stieg. Doch dann folgte das grosse Unvermögen. Im zweiten Männerdoppel vergeben Nicolas Blondel und Iztok Utrosa gleich zwei Matchbälle. Auch im Mixeddoppel schaffen es Tenzin Pelling und Nicolas Blondel nicht, einen Matchball zu verwerten. Ein Erfolg hätte die Finalqualifikation bedeutet.

Unkonstante Saison

Letztlich jubelten die Westschweizer. Kurios: Der BC Uzwil hat über das Wochenende sogar zwei Sätze mehr gewonnen als sein Bezwinger. Doch La Chaux-de-Fonds gewann die Matches. Auch wenn jetzt das Halbfinal-Aus schmerzt, ist es die logische Konsequenz einer unkonstant verlaufenen Saison. Die Mannschaft hat das Selbstverständnis aus den Meistersaisons verloren. Sie verlor ärgerliche und teils unverständlich Spiele. Insofern verwundert es nicht, dass auch am Tag X die gewünschte Leistung nicht abgerufen werden konnte.

Aus Sicht der Sportart in der Schweiz ist es dem Verband jedoch sicher nicht unangenehm, wenn dieses Jahr wieder einmal ein anderer Verein Meister wird. Dies steigert die Attraktivität und selbstredend bringt das auch andernorts neue Interessierte am Badminton-Sport.

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