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SCHWARZENBACH: Wahrzeichen wird verkauft

Der Getreidesilo Schwarzenbach wechselte den Besitzer: Diese Woche hat die Eberle Nafag AG das markante Bauwerk an die Groupe Minoteries SA verkauft. Das Westschweizer Unternehmen ist bereits seit 2002 Mieterin der Anlage.
Hans Suter
Nahe an der A1 und eigener Gleisanschluss: Der Silo Schwarzenbach ist ideal erschlossen. (Bild: Hans Suter)

Nahe an der A1 und eigener Gleisanschluss: Der Silo Schwarzenbach ist ideal erschlossen. (Bild: Hans Suter)

Hans Suter

hans.suter@wilerzeitung.ch

Der Getreidesilo Schwarzenbach ist von weit her sichtbar. Er wurde in den 1980er-Jahren von der Eberle Mühlen AG in Rickenbach erbaut und hat eine Lagerkapazität von knapp 26 000 Tonnen. Als Hansjürg und Armin Eberle später die Nafag in Gossau übernahmen, gehörte das Unternehmen mit Betrieben in Rickenbach, Schwarzenbach und Gossau schweizweit zu den Grössten der Branche. Um die Jahrtausendwende haben sich die Inhaber entschieden, das operative Geschäft an die Bruggmühle Goldach AG zu veräussern, die sich im Besitz der Groupe Minoteries SA befindet. Die im Eigentum der Familie Eberle gebliebenen Immobilien werden in der Eberle Nafag AG Immobilien (Enag Immo) verwaltet. Geschäftsführerin ist Corinne Ferrari, eine Tochter von Hansjürg und Armella Eberle aus Gossau.

Bereinigung des Immobilien-Portfeuilles

Der Silo Schwarzenbach wird seit dem Jahr 2002 von der Groupe Minoteries SA (GMSA) als Mieterin betrieben. Nach Angaben des Unternehmens dient die Anlage primär zur Abdeckung der Bedürfnisse der Bruggmühle Goldach AG in Goldach. Besitzerin war bislang die Enag Immo. Ohne operatives Geschäft macht der Besitz des Silos langfristig aber immer weniger Sinn im Immobilien-Portefeuille der Familie Eberle. Deshalb hat die Enag Immo diese Woche das Bauwerk mit Getreidesilo und Lagerhalle einschliesslich des rund 4800 Quadratmeter grossen Grundstücks mit Bahnanschluss an die GMSA verkauft. Das nicht überbaute, unmittelbar angrenzende Industriegrundstück von knapp 9000 Quadratmetern verbleibt im Eigentum der Enag Immo. Über den Verkaufspreis wurde Stillschweigen vereinbart. Die Groupe Minoteries finanziert den Kauf des 80 000 Kubikmeter umfassenden Baukörpers «weitgehend aus eigenen Mitteln», teilte das Unternehmen gestern.

Lage und Struktur als ideal beurteilt

«Der Anfang der 1980er-Jahre mit grosser unternehmerischer Weitsicht und gleichzeitig sehr aufwendig konzipierte Betonsilo, der durch laufende Ersatzinvestitionen stets auf dem neuesten Stand gehalten wurde, ist durch den direkten Industriegeleise-Anschluss und die nur einige Minuten Fahrzeit entfernte Autobahn verkehrstechnisch äusserst vorteilhaft gelegen», lobt GMSA. Die Lagerkapazität von rund 26 000 Tonnen verteile sich auf insgesamt 148 Zellen. Entgegen den meisten anderen Bauten dieser Art in der Schweiz, verfüge der Silo Schwarzenbach damit über eine sehr grosse Anzahl einzelner Zellen (zwischen 60 t und 350 t), was den heutigen Erfordernissen und Bedürfnissen in fast idealer Weise entspreche. Einerseits könne dadurch der Rohstoff entsprechend der unterschiedlichen inneren Qualität des Brotgetreides differenziert eingelagert werden. Das sei eine der Grundvoraussetzungen, um die Qualitätskonstanz der Mehle sicherzustellen. Anderseits verlange die zweite Verarbeitungsstufe und damit der Mehlmarkt ein immer breiteres Sortiment, was die strikte Trennung und Separierung von verschiedensten Anbauformen (IP-Suisse, Bio, Demeter, ADR usw.) notwendig mache, um die lückenlose Rückverfolgbarkeit jederzeit sicherzustellen.

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