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SCHWARZENBACH: Steine des Anstosses

Weil Quartierbewohner in Schwarzenbach sich nicht an das Fahrverbot gehalten haben, hat die Gemeindebehörde über Nacht eine Strassensperre mit Steinen errichtet. Und erntet jetzt für diese Massnahme Spott und Kritik.
Urs Bänziger
Am vergangenen Freitag hat die Gemeinde die Steine vor der Brücke platziert. (Bild: PD)

Am vergangenen Freitag hat die Gemeinde die Steine vor der Brücke platziert. (Bild: PD)

In den sozialen Medien machen Einwohner von Schwarzenbach ihrem Ärger Luft. Von «Seldwyla» und «Schildbürgern» im «Lachweiler» ist die Rede. Bewohner vom Breite-Quartier staunten nicht schlecht, als sie am Freitag drei grosse Steine auf der Berghofstrasse entdeckten. «Ich dachte zuerst an einen dummen Scherz», sagt Peter Haag, der im Quartier wohnt. Es war aber kein Lausbubenstreich. Die Gemeindebehörde hat die grossen Steine vor der Brücke, welche den Schwarzenbach überquert, plazieren lassen. Zur grossen Verwunderung der Quartierbewohner. «Meines Wissens hat die Gemeinde nie angekündigt, dass sie eine Strassensperre anbringen will. Jetzt muss sie sich den Vorwurf gefallen lassen, in einer Nacht-und-Nebel-Aktion gehandelt zu haben», sagt Peter Haag.

Nur für den Zubringerdienst gestattet
Die Gemeinde sei nicht verpflichtet gewesen, die Sperrung vorgängig zu publizieren, sagt Gemeindepräsident Stefan Frei. Auf der Berghofstrasse gelte schon seit Jahrzehnten ein Fahrverbot. Zugelassen sei das 45 Meter lange Strassenstück nur für den Zubringerdienst und den landwirtschaftlichen Verkehr. Weil es aber immer wieder zu Verstössen gekommen sei und sich Autofahrer des nördlich und südlich angrenzenden Quartiers nicht an das Fahrverbot gehalten hätten, habe die Gemeinde zu dieser Massnahme gegriffen. «Die Gemeindebehörde hat im Juli alle Einwohner dieses Gebiets angeschrieben und sie darüber informiert, was <Zubringerdienst> wirklich bedeutet. Es ist nicht einfach ein Freipass, weil es die kürzeste Verbindung ist. Leider wird nach wie vor das Fahrverbot nicht beachtet und manchmal auch zu schnell gefahren», sagt Stefan Frei. Zudem sei das Befahren der Brücke ein Sicherheitsproblem, weil die Berghofstrasse von Schulkindern benutzt werde und kein Trottoir vorhanden sei. Es gebe einige wenige direkte Anstösser und Landwirte, welche die Strasse befahren dürfen. «Diese haben die Gemeinde mit allem Nachdruck aufgefordert, das Fahrverbot für nicht berechtigte Personen durchzusetzen.» So wie die drei Steine auf der Strasse plaziert gewesen seien, wäre es selbst für ein Velo mit Anhänger schwierig durchzukommen, sagt Peter Haag. «Und für den Zubringerdienst und den landwirtschaftlichen Verkehr schlicht nicht mehr möglich.»

Seit Montag sind die drei Steine wieder weggeräumt und liegen jetzt am Strassenrand. Wer sie beiseite geschoben hat, ist nicht bekannt. Die Gemeinde sei es nicht gewesen, sagt Stefan Frei. Er vermutet, dass sie von Einwohnern entfernt wurden. «Wir müssen zugeben, dass das Plazieren der Steine von der Gemeinde nicht der Weisheit letzter Schluss war», räumt er ein. «Es ist aber zu hoffen, dass sich nun alle Beteiligten vernünftig verhalten und sich die Situation wieder beruhigt.»

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