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SCHWARZENBACH: Sanierung ärgert Hausbesitzer

Die Quelle Geissmatt in Schwarzenbach ist ergiebig und weitläufig. Über 50 Häuser befinden sich in der Grundwasserschutzzone. Für 2,3 Millionen müssen jetzt die Abwasserleitungen saniert werden.
Urs Bänziger
Eugen Meier vor der Pumpstation der Quelle Geissmatt, wo zurzeit ein Hochwasserschutz gebaut wird. (Bild: Urs Bänziger)

Eugen Meier vor der Pumpstation der Quelle Geissmatt, wo zurzeit ein Hochwasserschutz gebaut wird. (Bild: Urs Bänziger)

SCHWARZENBACH. Wenn es um den Schutz des Trinkwassers geht, kennt die Schweizer Gesetzgebung kein Pardon. Das bekommen jetzt die Hausbesitzer im Gebiet Geissmatt in Schwarzenbach zu spüren. Für die geplante Abwassersanierung in der Grundwasserschutzzone müssen sie in die eigene Tasche greifen. Über 50 Liegenschaften befinden sich in dieser geschützten Zone. Kosten von rund 2,3 Millionen Franken sind für die Sanierung veranschlagt. Davon müssen die Grundeigentümer einen Anteil von 560 000 Franken leisten. Den grössten Brocken von 921 000 Franken übernimmt die Dorfkorporation Schwarzenbach und 838 500 Franken bezahlt die Politische Gemeinde Jonschwil.

Im Vorfeld teils hitzige Diskussionen

Über das Vorhaben sei lange und von Seiten der betroffenen Grundeigentümer teils auch hitzig diskutiert worden, sagt der VR-Präsident der Dorfkorporation Schwarzenbach, Eugen Meier. «Ich kann ihre Reaktion verstehen. Sie müssen in etwas investieren, dass für ihre Liegenschaften keinen Mehrwert generiert», sagt der Präsident. Er erwartet, dass es an den ausserordentlichen Bürgerversammlungen von Dorfkorporation und Politischer Gemeinde am 7. Dezember nochmals zu Diskussionen kommen wird; wenn über die Kreditanträge abgestimmt wird.

Die Stimmberechtigten der Dorfkorporation und der Politischen Gemeinde können die Kredite zwar ablehnen, aber eine Alternative zur Sanierung der Abwasserleitungen in der Grundwasserschutzzone steht nicht zur Debatte. Um die gesetzlich vorgeschriebene Sanierung zu umgehen, müsste die Quelle Geissmatt geschlossen werden. Doch das kommt für den Verwaltungsrat der Dorfkorporation nicht in Frage. «Mit der Quelle wird ein grosser Teil von Schwarzenbach mit Trinkwasser versorgt. Sie ist weitläufig und mit durchschnittlich 600 Minutenliter sehr ergiebig. Das Wasser ist von einwandfreier Qualität und muss nicht aufbereitet werden. Eine solche Quelle stillzulegen, wäre ein Fehler. Zumal dann das Trinkwasser von auswärts bezogen werden müsste, was ebenfalls mit Kosten verbunden wäre», begründet Eugen Meier den Entscheid. Auf den Wasserpreis werde die Sanierung keinen Einfluss haben. «Eine Erhöhung ist nicht vorgesehen. Die Dorfkorporation kann ihren Anteil aus der Reserve finanzieren», sagt der Präsident.

Bei einem Nein droht eine Verfügung

Sollten die Stimmberechtigten die Kredite ablehnen, müssten den Grundeigentümern die Sanierungsmassnahmen mit einer Verfügung auferlegt werden. Und die Gemeinde müsste die Sanierung in den eigenen Strassengrundstücken trotzdem ausführen, erklärt Eugen Meier. Er hofft aber, dass es nicht so weit kommen wird und sowohl die Stimmberechtigten als auch die Grundeigentümer die Notwendigkeit einsehen. «Mit der Abwassersanierung in der Schutzzone bewahren wir unser Quellwasser und sichern damit die eigene Trinkwasserversorgung in Schwarzenbach», betont Meier.

Ziel der Sanierungsmassnahmen ist es, dass alle Abwasserleitungen, welche durch die Grundwasserschutzzone führen, dicht sind. Zum Teil sind die Leitungen über 50 Jahre alt und noch aus Zementrohren erstellt. Wo möglich, erfolge die Sanierung im sogenannten Inline-Verfahren, erklärt Meier. Dabei wird durch die bestehenden Leitungen ein Textilschlauch gezogen. Bei den meisten Hausanschlüssen wie auch bei den Schmutzwasserleitungen unter den Strassen könne diese Verfahren angewendet werden. «Das spart allen Beteiligten viele Kosten», sagt Meier.

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