Schulsozialarbeit und Kommunikationsnetz

Zum Ausbau der Schulsozialarbeit

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LESERBRIEF

Ist bei diesem Abstimmungsduo eine Verbindung zu weit hergeholt? Machen doch die Problembewältigungen, die mit dem Kommunikationsnetz zusammenhängen, ein schönes Stück der Schulsozialarbeit aus. Dass ein zu hoher Medienkonsum den Schulerfolg negativ beeinflusst, ist unbestritten. Wir Erwachsenen stellen Dinge zur Verfügung, die negative Auswirkungen auf Kinder haben. Wer reguliert das? In erster Linie wir Eltern. Nein zu Fastfood und Energydrinks, nein zu hohem Bildschirmkonsum. Das heisst für mich: Mehr «Gefahren», mehr Erziehungsarbeit, mehr Prävention, mehr Schulsozialarbeit. Wir müssen den Kindern und Jugendlichen beibringen, mit den Verlockungen verantwortungsbewusst umzugehen. Die Schulsozialarbeit leistet dazu einen wichtigen Beitrag. Die Lehrkräfte sind Fachleute für das Lernen. Heute wird als Team gearbeitet statt als Einzelkämpfer, auch in der Schule. Schulsozialarbeit ist nicht mehr wegzudenken. Ziel ist, hellhörig und kompetent zu sein, was im Schulalter auf Kinder und Jugendliche einwirkt, und entsprechende Prävention zu betreiben, um Probleme zu verhindern, früh zu helfen und Eskalationen zu verhindern. Das befähigt, Probleme zu lösen. Können das Eltern alleine oder Lehrkräfte neben dem Unterrichten? Nein. Hören Sie nebst den Fakten auch auf Ihr Bauchgefühl. Reden Sie mit Kindern und Jugendlichen. Wie erleben sie das von Erwachsenen gestaltete Umfeld? Würde die Erneuerung des Kommunikationsnetzes angenommen und die Schulsozialarbeit abgelehnt, würde ich an die drei Affen denken: nichts gesehen, nichts gehört, nichts gesagt.

Rita Scheiwiller, Eggwilstrasse 2b

9552 Bronschhofen