Schulrat: Ja oder nein?

WIL. Im Anschluss an die Hauptversammlung stellten sich die drei Kandidierenden für das Schulratspräsidium den Fragen der CVP-Mitglieder. Die parteilose Jutta Röösli, 50jährig und Leiterin Personalentwicklung, sagte, sie trete als unabhängige Kandidatin an.

Philipp Haag
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WIL. Im Anschluss an die Hauptversammlung stellten sich die drei Kandidierenden für das Schulratspräsidium den Fragen der CVP-Mitglieder. Die parteilose Jutta Röösli, 50jährig und Leiterin Personalentwicklung, sagte, sie trete als unabhängige Kandidatin an. Politisch stuft sie sich in der Mitte ein. Sie dementierte das Gerücht, nach der Wahl einer Partei beizutreten, namentlich der SP. Klaus Rüdiger (55, Mittelschullehrer, SVP) betonte seine Distanzierung vom VPM. «Ich möchte mit dem VPM nichts mehr zu tun haben.» Er führte aus, der Mangel an Demokratieverständnis sei mit ein Auslöser für seinen Austritt vor 15 Jahren gewesen. Er schätze die wertvolle Arbeit bei Konfliktmanagement, Cybermobbing oder Gewaltprävention, sagte Rüdiger bezüglich einem allfälligen Ausbau der Schulsozialarbeit. Falls sich nach einer Prüfung heraus stelle, die Schule benötige in diesem Bereich weitere Ressourcen, dann müssten diese zusätzlichen Kapazitäten gewährt werden.

Zur Kathi-Frage sagte Esther Spinas (57, Schulinspektorin, Grüne Prowil), eine gute Oberstufe sei eine Notwendigkeit. Die Verhandlungen zur Ausarbeitung eines neuen Vertrags sollten nun vorangetrieben werden. Sie hofft, die Parteien gehen einen Schritt aufeinander zu. Dass sie nun in die Politik zurückkehren möchte – Esther Spinas sass sechs Jahre lang im Wiler Stadtparlament – begründete sie mit dem Umstand, in einer Exekutive könne mehr bewegt, mehr gestaltet werden als in einer Legislative. Dass ein Schulrat noch weiter notwendig sei, verneinte Esther Spinas nicht grundsätzlich, «aber vielleicht nicht mehr in der heutigen Form». Rüdiger ist geneigt, am Schulrat-Modell festzuhalten, da es als gutes Korrelativ wirke und die Sicht von aussen repräsentiere. Jutta Röösli stellte die Frage nach einer Professionalisierung des Schulrats in den Raum. In der Tendenz geht es bei ihr zu einer eher kleineren Gruppe.

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